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MV aktuell Künstliche Inseln: Brut-Rekord bei seltenen Trauerseeschwalben
Nachrichten MV aktuell Künstliche Inseln: Brut-Rekord bei seltenen Trauerseeschwalben
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00:01 25.05.2016

Die ersten Eier liegen in den Nestern. Nun warten die Trauerseeschwalben auf ihren Nachwuchs und rufen dabei laut: „kiek-kiek“. Anfang Juni sollen ihre seltenen Küken schlüpfen – auf künstlichen Brutinseln. 54 dieser Nisthilfen haben Mitarbeiter der Deutschen Wildtierstiftung mit Booten hinaus auf vier Gewässer in Strasburg (Kreis Vorpommern- Greifswald) und in der Nähe von Neubrandenburg gezogen.

„Die Insel sind aneinandergekettet wie eine Perlenkette, denn die Vögel brüten in Kolonien“, berichtet Michael Tetzlaff. Der Ornithologe kümmert sich mit ehrenamtlichen Helfern um die vom Aussterben bedrohten Trauerseeschwalben. Zwischen 150 bis 200 Brutpaare gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Die größte Kolonie befindet sich auf Gut Klepelshagen in Strasburg: Dort haben sich Ende April 52

Paare auf dem Gelände der Deutschen Wildtierstiftung niedergelassen. „Das ist neuer Rekord“, freut sich Tetzlaff.

Als die Zugvögel aus Afrika zurückkehrten, sind nur zwei der künstlichen Nester leer geblieben. Sie dienen als Ersatz für seltene Wasserpflanzen, wie die Krebsschere, auf denen die Vögel normalerweise brüten. Da es die Pflanzen in freier Natur aber kaum noch gibt, hat der Bestand der Trauerschwalben in der Vergangenheit stark abgenommen. Die künstlichen Inseln sollen die Entwicklung aufhalten. In MV wurden sie 2014 zum ersten Mal ausgesetzt. „Sie schwimmen auf dünnen Matten, die sich den Wellen anpassen“, erklärt Tetzlaff. Mit Pflanzen aus dem Uferbereich werden sie begrünt und danach verankert, damit sie nicht abdriften. Denn der Nachwuchs muss vor Fressfeinden geschützt werden: Waschbär, Iltis, Marder und Mink sind scharf auf die bis zu drei Eier im Nest und auf die Jungtiere. Und da es in Deutschland nur 600 bis 700 Brutpaare gibt, „ist jeder Verlust dramatisch“, sagt Tetzlaff. Einen herben Rückschlag nach mehreren Bruterfolgen gab es 2013: Von mehr als 30 Jungvögeln wurden nur vier flügge, weil die meisten aufgefressen wurden. Dann kamen die Inseln. Die werden meist in Zehnerketten aneinandergebunden und bieten den Vögeln bis Ende August ein Zuhause – bis diese wieder nach Afrika fliegen.

ks

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