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Kultur „Diana“-Film in England verrissen
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03:38 07.09.2013
Schauspielerin Naomi Watts spielt Lady Diana. Quelle: Concorde Filmverleih
London

Der erste große Kinofilm über Prinzessin Diana ist in Großbritannien weitestgehend verrissen worden. Die britische „Times“ nannte „Diana“ gestern „peinlich, grauenhaft und aufdringlich“, die „Daily Mail“ schrieb von einer „grässlichen Diana-Fabel“, der „Guardian“ urteilte: „Arme Diana“. Zur Weltpremiere am Donnerstagabend in London kam kaum Prominenz und wie erwartet auch niemand aus dem Königshaus.

Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel, auf der Insel vor allem durch seinen Oscar-nominierten Film „Der Untergang“ über die letzten Tage Adolf Hitlers bekannt, stellte sich den kritischen Fragen der britischen Journalisten. Diese hatten „Diana“ mit Spannung, vor allem aber mit Skepsis erwartet. In Deutschland kommt der Film erst am 9. Januar 2014 in die Kinos.

Obwohl das Interesse an Diana in den vergangenen Jahren merklich abgenommen und sich auf ihren Sohn Prinz William und dessen Frau Kate verlagert hat, spaltet die „Königin der Herzen“ bis heute die Öffentlichkeit. Während sie einerseits weiter extrem verehrt wird, betonen andere ihre negativen Eigenschaften. Kritiker hatten noch vor der „Diana“-Weltpremiere erklärt, dass es unpassend sei, einen Film über die Prinzessin zu machen.

Darstellerin Naomi Watts gab zu, vor der Premiere sehr nervös gewesen zu sein — und danach womöglich „das Land verlassen“ zu müssen. Sie kam in Großbritannien zur Welt, zog später aber nach Australien. „Ich hatte Angst davor, die berühmteste Frau unserer Zeit zu spielen, weil man so viel verglichen wird und die Menschen denken: Sie gehört uns.“ Als sie sich näher mit ihr beschäftigte, sei sie fasziniert gewesen und habe viele neue Seiten an ihr entdeckt.

Regisseur Hirschbiegel ging es nach eigenen Angaben vor allem darum, eine Liebesgeschichte zu erzählen. Im Mittelpunkt steht die Beziehung von Diana zu dem pakistanischen Herzchirurgen Hasnat Khan

— gespielt von „Lost“-Star Naveen Andrews — in ihren letzten zwei Lebensjahren. „Wenn man die beiden Namen herausnehmen würde, wäre es trotzdem eine wunderbare Liebesgeschichte“, sagte Hirschbiegel. Britta Gürke

OZ

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