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Heiterer Unsinn plus Jazz mit Helge Schneider

Rostock Heiterer Unsinn plus Jazz mit Helge Schneider

Zum „Bunten Sommerabend mit Musik und Quatsch“ kamen rund 1000 Gäste.

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Helge Schneider begeisterte am Sonntag im Rostocker Iga-Park mehr als 1000 Zuschauer.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Musik, Gesang und jede Menge heiterer Unsinn — das ist die künstlerische Mischung, mit der Helge Schneider am Sonntagabend mehr als 1000 Zuschauer im Rostocker Iga-Park belustigt hat.

Mit „Katzeklo“ und „Wurstfachverkäuferin“ brachte er gleich zu Beginn des Programms „Bunter Sommerabend mit Musik und Quatsch“ zwei Klassiker seiner Karriere — gespickt mit schlaksigen Bewegungen und witzigen Bemerkungen, die das Publikum von Anfang an immer wieder schwallartig zum Lachen brachten. Seine Band stellte Schneider als die Hartz-IV- Brothers vom Jobcenter Kröpelin vor. Er habe Superstars mitbringen wollen, aber Madonna spiele gerade in Argentinien Fußball und Elton John müsse noch üben. Dafür sei jedoch „Fuzzi“ dabei, der mit seiner Nummer „Die vier rollenden Fürze von der Gardinenstange“ brilliere. Die bestand darin, dass Fuzzi alias Sergej Gleithmann — er gehört zu Schneiders Stammbesetzung — einmal Arme schwingend über die Bühne fegte. Außerdem spielte nach der Pause der US-amerikanische Saxofonist Scott Hamilton als Gastmusiker ein paar Stücke zusammen mit Schneider.

Der zeigte einmal mehr, dass er Meister der Instrumente und ein urkomisches Improvisationstalent ist. Er nahm nicht nur die bevorstehenden Bundestagswahlen, chinesisches Essen und auch den Iga-Park aufs Korn, sondern verlieh auch seinen eigenen Stücken immer wieder eine neue Note. So hat der „Meisenmann“ vom 1995er-Album „Es rappelt im Karton“ sich inzwischen weiter entwickelt — lebt heute mit einer Nordseequalle zusammen, die den Wurm Johnny verschlingt und sich im Urlaub gern am Strand von Kindern schmeißen lässt. Kennengelernt haben Meise und Qualle sich durch eine Heiratsannonce. Als Zugabe erschien Schneider mit Akkordeon auf der Bühne, um ein Potpourri vielfältiger Volkslieder bis hin zu „Oh Tannenbaum“ zu spielen. Er entließ fröhliche Besucher in die kalte Sommernacht.

 

Ove Arscholl

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