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Krisen prägen 70. Filmfestival von Venedig

Venedig Krisen prägen 70. Filmfestival von Venedig

Die internationale Kinoelite zeichnet ein düsteres Bild: Wirtschaftliche und soziale Krisen hinterlassen auch bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig ihre Spuren.

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George Clooney als schiffbrüchiger Astronaut in seinem neuen Film „Gravity“, der in Venedig präsentiert wird.

Quelle: Warner Bros.

Venedig. Die internationale Kinoelite zeichnet ein düsteres Bild: Wirtschaftliche und soziale Krisen hinterlassen auch bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig ihre Spuren.

US-amerikanische und britische Filme dominieren die 70. Auflage des Wettbewerbs, bei dem sich der deutsche Regisseur Philip Gröning mit Altmeistern wie Stephen Frears, Hayao Miyazaki und Terry Gilliam misst. Insgesamt 53 Filme werden ab heute auf dem Lido zu sehen sein, 20 von ihnen gehen ins Rennen um den Goldenen Löwen.

Der Auftakt des ältesten aller Filmfeste verspricht Glamour und Hochspannung. Die Hollywood-Stars George Clooney und Sandra Bullock sind die Hauptdarsteller des Eröffnungsfilms „Gravity“. In dem 3D-Thriller kämpfen sie als Astronauten nach der Explosion ihres Raumschiffes im All ums Überleben. Andere Wettbewerbsbeiträge handeln von sexuellem Missbrauch, Entführungen oder gescheiterten Ehen und sind Ausdruck einer „dunklen und gewalttätigen Realität“, wie Festivalleiter Alberto Barbera bei der Vorstellung der Filme sagte. „Die Filmemacher verbreiten keinen Optimismus.“

Die Promidichte in Venedig hatte in den vergangenen Jahren etwas abgenommen. Freuen dürfen sich die Zuschauer in diesem Jahr immerhin auf Scarlett Johansson als verführerisches Alien in „Under the Skin“. Fünf der 20 Wettbewerbsfilme kommen aus den USA, unter ihnen „Parkland“, Peter Landmans Aufarbeitung des Attentats auf US-Präsident John F. Kennedy. Das britische Kino ist mit vier Beiträgen vertreten. In Terry Gilliams hochkarätig besetztem Hacker-Drama „The Zero Theorem“ verkörpert Oscar-Gewinner Christoph Waltz ein verschlossenes Mathe-Genie. Gröning kämpft mit seinem Familiendrama „Die Frau des Polizisten“ um die Gunst der Jury, in der auch die deutsche Schauspielerin Martina Gedeck vertreten ist. Erstmals konkurrieren zwei Dokumentarfilme um den Goldenen Löwen, darunter Errol Morris‘ Porträt des früheren US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld.

 

OZ

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