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Prächtige Chormusik begeistert

Heringsdorf Prächtige Chormusik begeistert

Konzert bildet den Auftakt zum Usedomer Musikfestival.

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„Ich träume mich immer wieder nach Paris“

Ekkehard Ochs über ein Konzert mit dem Schleswig-Holstein-Festivalchor in Heringsdorf

Heringsdorf. „Sommerhighlight“ konzertant im Seebad Heringsdorf auf Usedom! Bereits zum sechsten Male war hier das Schleswig-Holstein-Musik-Festival (SHMF) Gast des Usedomer-Musikfestivals — ein Signal für jenes musikalische Ereignis, das vom 21. September bis zum 12. Oktober erneut das kulturelle Leben der „Sonneninsel“ prägen wird.

Nach diesem Gastspiel ließ sich nur noch feststellen: Die Botschaft ist angekommen — auch ohne thematischen Bezug zum eigentlichen Festival, in dessen Mittelpunkt diesmal Estland steht. Ein besonderes Konzert aber war es schon! Dafür garantierten diesmal der Schleswig-Holstein-Festivalchor, ein bestens besetztes Solistenensemble und am Pult mit Rudolf Beck nicht nur ein gestandener Chorleiter, sondern auch der Intendant des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals!

Nicht zu vergessen ein Programm, das mit Johannes Brahms‘ „Liebesliederwalzern“ op. 52 und Gioacchino Rossinis „Petite Messe solenelle“ Premium-Angebote chorischen Komponierens versprach. Ersterer hat von seinen 18 teils volkstümlich gewordenen Stücken selbst einiges gehalten und dem Publikum gar „Freude“ und „Behagen“ beim Zuhören in Aussicht gestellt.

Recht hat der Komponist Brahms damit gehabt! Das Hörvergnügen an seinen liebenswürdigen, nachdenklich bis heiter-ironischen Vertonungen war ungeschmälert; ein schönes Ensemblemusizieren mit Ulrike Payer und Michael Meyer am Klavier, das jede Menge Glücksmomente produzierte und wehmütig an Zeiten denken ließ, wo solche Vokalquartett-Literatur zur gehobenen Hausmusik zählte.

Für Rossini galten natürlich andere Voraussetzungen. Und von wegen „kleine Messe“! Es waren immerhin fast eineinhalb Stunden meisterlichen italienischen Kirchenstils: voller klangwirksamer Chorpartien, attraktiver, auch den Opernkomponisten verratende Solopartien und einer mit Klavier und Harmonium originellen Begleitung durch Michael Meyer.

Rudolf Beck präsentierte das Ganze als ein in seinem nicht alltäglichen Klanggewand lebendiges, dennoch ehrwürdiges Alterswerk: fesselnd im Chorischen, in der Begleitung und in den mit Anush Hovhannisyan (Sopran), Catriona Morison (Mezzosopran), Raoni Hübner (Tenor) und TomᚠŠelc (Bass) einfühlsam gestalteten Solopartien.

„Wenig Kenntnisse, ein wenig Herz, das ist alles“ — da hat Meister Rossini seinerzeit wohl untertrieben!

 

OZ

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