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Roter Teppich am Lido: Auftakt für 70. Filmfest in Venedig

Venedig Roter Teppich am Lido: Auftakt für 70. Filmfest in Venedig

Erst schwebten sie über den roten Teppich und dann durchs All: Der Science-Fiction-Streifen „Gravity“ mit George Clooney und Sandra Bullock eröffnete am Mittwochabend die 70.

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George Clooney und Sandra Bullock im Blitzlichtgewitter bei den Filmfestspielen von Venedig.

Quelle: imago

Venedig. Erst schwebten sie über den roten Teppich und dann durchs All: Der Science-Fiction-Streifen „Gravity“ mit George Clooney und Sandra Bullock eröffnete am Mittwochabend die 70. Filmfestspiele in Venedig. Der Film des Mexikaners Alfonso Cuarón zeigt die beiden Schauspieler als schiffbrüchige Astronauten.

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George Clooney und Sandra Bullock im Blitzlichtgewitter bei den Filmfestspielen von Venedig.

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Glamouröser Nebeneffekt: Zur Eröffnung der Festspiele reisten Bullock und Venedig-Stammgast Clooney, beide ohne Begleitung, an den Lido — und ließen sich am roten Teppich viel Zeit für Autogramme und Fotos mit den Fans.

Bei der Pressekonferenz mit den beiden Hauptdarstellern spielte der Inhalt des Films kaum noch eine Rolle. Stattdessen ließ Clooney wie gewohnt seinen Charme spielen, scherzte gut gelaunt und plauderte aus, dass er Yoga gemacht habe, um sich auf die Rolle vorzubereiten. Anders als sein gestrandeter Charakter im Film habe er sich auch nicht allein gefühlt — „da waren einfach immer zu viel Crewleute um uns herum“.

Bullock wurde da etwas ernster und erzählte, dass sie bei den Dreharbeiten engen Kontakt zu Astronauten der Raumstation ISS hatte. „Ich habe teilweise ganz blöde Fragen gestellt, wie: ‘Wie geht man auf die Toilette?‘.“

Chancen auf einen Preis in Venedig hat „Gravity“ nicht, denn der Film läuft außer Konkurrenz. Im Wettbewerb konkurrieren dafür 20 weitere Werke um den Goldenen Löwen. Darunter ist mit Philip Gröning auch ein deutscher Regisseur, der sein Drama „Die Frau des Polizisten“ um Gewalt in der Ehe ins Rennen schickt.

Ebenfalls außer Konkurrenz läuft dagegen Filmemacher Edgar Reitz, der in Venedig einen weiteren Teil seiner „Heimat“-Reihe vorstellte. In „Die andere Heimat — Chronik einer Sehnsucht“ stellt er zwei Brüder aus dem 19. Jahrhundert in den Mittelpunkt, die angesichts der harten und ärmlichen Lebensbedingungen auf dem Land davon träumen, nach Südamerika auszuwandern.

Gestern stand dann Altmeister William Friedkin im Mittelpunkt. Für Filme wie „Der Exorzist“ (1973) oder „French Connection“ (1971) erhielt der 77-Jährige den Ehren-Löwen für sein Lebenswerk.

Aliki Nassoufis

Horror-Schocker und Drogen-Thriller
Ohnmächtige Kinogänger, Panikattacken und hysterische Anfälle: William Friedkins Horror-Schocker „Der Exorzist“ sorgte bei seinem Erscheinen 1973 für Schlagzeilen. Angeblich standen sogar Rettungswagen vorsorglich vor den Kinos. Noch heute gilt „Der Exorzist“ um eine Teufelsaustreibung bei einem Mädchen als einer der gruseligsten Filme aller Zeiten.

Seinen Durchbruch hatte der 1935 in Chicago geborene Arbeitersohn bereits 1971: Der Drogen-Thriller „French Connection“ begeisterte Zuschauer und Kritiker mit seiner packenden Inszenierung und vor allem einer spektakulären Verfolgungsjagd. Für den Film gab es fünf Oscars, darunter den für die beste Regie sowie für Hauptdarsteller Gene Hackman. Friedkin wurde danach zu einem der gefragtesten Regisseure seiner Zeit. Für den „Exorzisten“ gab es zwei Jahre später zehn Nominierungen und zwei Oscars.

 

OZ

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