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Kultur Staatskapelle Schwerin für 16 Prozent Gehaltsminus
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00:00 12.09.2013
Schwerin

Die Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin sind zur Zukunftssicherung ihres Orchesters und des Staatstheaters zu 16 Prozent Gehaltsverzicht bereit. Die Orchestergewerkschaft DOV forderte zum Auftakt der Tarifverhandlungen gestern zugleich mehr Autonomie für zusätzliche Konzertaktivitäten. Die Zusatzeinnahmen sollen beim Orchester bleiben, sagte DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens nach der ersten Verhandlungsrunde in Schwerin. Alle 68 Stellen und der Status als A-Orchester sollen erhalten bleiben. Das sei für einen erfolgreichen Gastspiel- und Tourneebetrieb bedeutsam.

Michael Schröder vom Deutschen Bühnenverein als Arbeitgeberverband sagte, damit seien die Sparforderungen des Landes von 25 Prozent nicht zu erreichen. Nun sei die Frage, ob sich die Landesregierung bewege. „Die 16 Prozent sind schon ein großer Schritt“, sagte er. Er setze auf weitere Schritte der Gewerkschaft, vor allem was die Zahl der Stellen angeht.

Die nächste Verhandlungsrunde soll nächsten Donnerstag stattfinden. Die geforderten Einsparungen gehören zu Bedingungen, unter denen das Land bereit ist, als Gesellschafter beim insolvenzbedrohten Staatstheater einzusteigen.

Laut Mertens bekommt ein Orchestermusiker ohne herausgehobene Funktion in Schwerin 3100 Euro brutto als Berufsanfänger. In der höchsten Tarifgruppe betrage das Gehalt 3900 Euro. Seinen Worten nach wird an der Staatskapelle, dem viertältesten Orchester in Deutschland, seit 20 Jahren permanent herumgespart.

Inzwischen sei die Staatskapelle stark überaltert. Zur Verjüngung schlug der DOV-Geschäftsführer die Gründung einer Orchesterakademie vor, über die Musikstudenten, die vor dem Abschluss ihres Studiums stehen, Praktika in der Staatskapelle absolvieren. Iris Leithold

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