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Kultur „Styx“ gewinnt Hauptpreis bei Filmfest: Hübchen geehrt
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16:43 07.05.2018
Der Schauspieler Henry Hübchen. Quelle: Michael Kappeler/archiv
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Schwerin

Das Flüchtlingsdrama „Styx“ des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer hat beim 28. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis „Fliegender Ochse“ gewonnen. Die fünfköpfige Jury entschied sich heute einstimmig für die deutsch-österreichische Co-Produktion, in der Susanne Wolff eine Ärztin spielt, die sich allein zu einer Hochsee-Segeltour aufmacht. Auf dem Weg zu einer paradiesischen Insel wird sie vor der Küste Westafrikas unvermittelt mit dem Schicksal afrikanischer Flüchtlinge auf einem schrottreifen Fischtrawler konfrontiert. „Ein Film, an dem wir nicht vorbeikommen, ein Monolith, eine kraftvolle Äußerung“, heißt es im Urteil der Jury. Der Film kam auch bei den Besuchern am besten an und erhielt den Publikumspreis.

Zehn deutschsprachige Produktionen waren im Spielfilm-Wettbewerb gezeigt worden. Zum besten Dokumentarfilm wurde „Farewell Yellow Sea“ gewählt, ein Film über eine junge Chinesin als angehende Altenpflegerin im Schwarzwald. Den Kurzfilm-Wettbewerb gewann der Schweizer Streifen „Intervention in einer Bank“, Sieger im Kinder- und Jugendfilmwettbewerb wurde „Lomo“, ein Film über Nöte und Zwänge eines 17-jährigen Bloggers.

Bei der Abschluss-Gala am Samstagabend sollte der Schauspieler Henry Hübchen für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Festivals, „Goldener Ochse“, gewürdigt werden. Den Preis hatten zuvor unter anderem schon Senta Berger, Mario Adorf und Klaus Maria Brandauer erhalten. Dem 71-jährigen Hübchen war eine Filmreihe gewidmet, in der zurückliegende Erfolgsproduktionen wie „Jakob der Lügner“ oder „Alles auf Zucker“ gezeigt wurden, aber auch die jüngste Arbeit „Spätwerk“, die voraussichtlich Mitte Mai in der ARD läuft.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bezeichnete Hübchen in einer vorab veröffentlichten Mitteilung als Schauspieler, „der mit seinem Können, mit seinem Charisma überzeugt“. Das Publikum schätze „seinen ruppigen Charme und seine oft charmant-draufgängerischen und schlitzohrigen Charaktere“. Henry Hübchen sei einer der populärsten Schauspieler in der DDR gewesen und er habe sich nach der Wende auch in Westdeutschland als gefragter Charakterdarsteller etabliert.

Das Programm des Filmkunstfestes, das noch bis zum Sonntag andauert, umfasste rund 140 Filme, die in den vier Wettbewerben und mehreren thematischen Reihen liefen. Eine war dem Gastland Georgien gewidmet. Mit bis zu 18 000 Zuschauern gilt das jeweils Anfang Mai stattfindende Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern als das besucherstärkste Filmfestival Ostdeutschlands.

dpa/mv

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