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Theater starten mit Geldsorgen in die neue Spielzeit

Schwerin Theater starten mit Geldsorgen in die neue Spielzeit

Die neue Spielzeit an Mecklenburg-Vorpommerns Theatern verspricht trotz ungelöster Finanzprobleme Spannung, Spaß und Unterhaltung. Das Publikum soll von der Misere wenig mitbekommen.

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An den Theatern in MV heben sich bald wieder die Vorhänge zur neuen Spielzeit.

Quelle: dpa

Schwerin. Die neue Spielzeit an Mecklenburg-Vorpommerns Theatern verspricht trotz ungelöster Finanzprobleme Spannung, Spaß und Unterhaltung. Das Publikum soll von der Misere wenig mitbekommen. In Rostock wird sich das nicht vermeiden lassen — 2014 wird die Spielstätte „Theater im Stadthafen“ mit 199 Plätzen geschlossen.

Laut Volkstheater-Sprecher Hans-Dieter Heuer sollen zusätzliche Räume im Großen Haus bespielt werden, etwa die Probebühne und der Ballettsaal. Das Vier-Sparten-Theater sei gezwungen, 500 000 Euro einzusparen. „Die Zahl der Vorstellungen bleibt gleich“, versicherte Heuer. Die Spielzeit steht unter dem Motto „Wir leben“. Das Volkstheater feiert zum Saisonstart am 31. August ein großes Fest mit 30 Theatergruppen. Am Abend zuvor gibt es die Premiere von „Misery“ nach dem Thriller von Stephen King in der Kleinen Komödie Warnemünde. Am 1. September folgt im Großen Haus die Premiere des Musical-Klassikers „Anatevka“.

Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, von dem das Land mehr als eine halbe Million Euro Einsparungen verlangt, bringt als erste Premiere am 30. August Molieres „Der Geizhals“. Insgesamt plant das größte und besucherstärkste Theater im Land 30 Premieren und 50 Konzerte, wie Sprecherin Franziska Kapuhs sagte. Zu den Höhepunkten gehören Shakespeares „Romeo und Julia“ in der Altstadt und das Musical „The Producers“ am 25. Oktober.

Auf eine Kooperation mit den Festspielen MV freut man sich am Theater Vorpommern. Das Tanzprojekt „In Love“ von Gidon Kremer und der Kremerata Baltica soll als Uraufführung auf die Bühne kommen. Wagners „Lohengrin“ wird in Koproduktion mit der Oper im Schloss Stettin inszeniert. „Die Produktion hätten wir ohne Förderung nicht leisten können“, sagte Sprecherin Julia Lammertz. Im Schauspiel gibt es mit „Surrogates“ eine weitere Uraufführung. Die Koproduktion mit dem Neubrandenburger Theater „Handgemenge“ wurde durch eine Förderung der Kulturstiftung des Bundes ermöglicht. Das Theater geht von stabilen Finanzen bis 2016 aus.

An der Vorpommerschen Landesbühne Anklam läuft noch die alte Spielzeit, die mit dem Spektakel „Die Peene brennt“ am 14. September endet. Eine Woche später beginnt die neue Saison mit „Krach in Chiozza“ von Goldoni in der Regie von Dirk Löschner. Die Bühne plant neun Premieren, dazu fünf Sommer-Open-Airs. Ein Höhepunkt wird laut Sprecherin Martina Krüger das Stück „Weltuntergang“ von Jura Soyfer.

Unter dem Motto „Theater für alle“ will das Mecklenburgische Landestheater Parchim, das nach dem Willen des Kultusministeriums mit Schwerin fusionieren soll, zehn Premieren auf die Bühne bringen. Die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz setzt auf Beziehungsstücke wie „Offene Zweierbeziehung“ (13. September) oder „Nora“ (14. September). Die Träger der GmbH haben eine Soforthilfe beim Land für 2013 in Höhe von 580 000 Euro beantragt.

 

Iris Leithold

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