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Zeitschrift widmet sich polnischem Grantler

Rostock Zeitschrift widmet sich polnischem Grantler

Rostocker Autor veröffentlicht „Gombrowicz-Blätter“.

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Verortet den Polen in Rostock: Rüdiger Fuchs mit Heft eins der Gombrowicz-Blätter.

Quelle: Matthias Schümann

Rostock. Die Weltkarte des Witold Gombrowicz ist verzweigt, der querdenkende Pole lebte auf mehreren Kontinenten. Aber Rostock findet sich nicht in seiner Vita. Allenfalls ein Treffen mit Uwe Johnson ist verbrieft, aber dieses Gespräch verlief belanglos, man sprach über Tabakpfeifen, Knöpfe und Jacken.

Rüdiger Fuchs, Autor und Verleger aus Rostock, schafft nun einen Bezug zur Hansestadt: Seine „Gombrowicz-Blätter“ vereinen internationale Experten und Fans des Schriftstellers. Witold Gombrowicz (1904—1969) war Romancier, Essayist und Theaterautor. Er war Patriot, aber auch narzisstischer Grantler, der sich selber gern in der Rolle des großen polnischen Nationalautors sah. Dass er darin bis heute nicht an den Ruhm seines älteren Kollegen Adam Mickiewicz (1798-1855) heranreicht, betrübt Gombrowizc-Fans ebenso wie es den Autor erzürnte.

Fuchs' listig betitelte Gombrowicz-Blätter (in Anlehnung an die Mickiewicz-Blätter) widmen sich dem „Kosmos Gombrowicz“, so Fuchs. „Die Beiträge können sich in Schriftform oder grafisch mit Gombrowicz befassen und das heißt, sie dürfen polnische, europäische und transatlantische Gegenden und Themen streifen und bis ins Universum abschweifen.“

Ausgabe Nummer eins verfährt nach diesem Prinzip und vergegenwärtigt Gombrowicz‘ Aufenthalt in Berlin 1963/64, Rüdiger Fuchs rezensiert eine Gombrowicz-Theateradaption in Breslau, Jörg Seidel vergleicht Übersetzungen des Autors in vier Sprachen. Ein universelles Heft: Mehrere Texte erscheinen in polnischer, englischer und spanischer Sprache.

Einen Grundsatz galt es laut Fuchs zu beherzigen: „Wisset, denn, dass man über mich nicht auf langweilige, gewöhnliche, gemeine Art sprechen darf“, schreibt Gombrowicz in seinem Tagebuch. Anlass für die Beiträge, ironisch zu verfahren und gar den einen oder anderen Gombro-Witz zu wagen. Matthias Schümann

• Internet:

www.gombrowicz-blaetter.eu

 

OZ

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