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MV aktuell Kur- und Bäderorte leiden unter Fachkräftemangel
Nachrichten MV aktuell Kur- und Bäderorte leiden unter Fachkräftemangel
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00:10 22.04.2016

Kur- und Bäderorte in Mecklenburg-Vorpommern leiden nach Ansicht des Präsidenten des Landesbäderverbands, Andreas Kuhn, unter einem besorgniserregenden Fachkräftemangel. „Man sieht die deutliche Tendenz, dass Gaststätten ihr früheres Angebot nicht mehr halten können“, sagte Kuhn gestern beim Bädertag in Kühlungsborn. Immer mehr Häuser könnten ein Mittags- und Abendsangebot nicht absichern und stellten auf Hotel garni mit Frühstück um. Betreiber versuchten gegenzusteuern, indem sie ganzjährige Jobs anböten und vernünftige Löhne zahlten. Die Kommunen unterstützen sie, indem sie preiswerten Wohnraum schafften.

Erste Strandkörbe in Kühlungsborn stehen. Quelle: Bernd Wüstneck, Dpa

Kur- und Erholungsorten drohen auch die Badeärzte auszugehen. „Derzeit sind noch 30 dieser speziell ausgebildeten Ärzte im Nordosten tätig, doch ihr Durchschnittsalter liegt bei rund 60 Jahren“, s o Kuhn. Es müssten dringend jüngere Ärzte engagiert werden, um den Status als Heilbäder wahren und weiter ambulante Therapien anbieten zu können. „In einigen Orten haben wir in absehbarer Zeit keine Badeärzte mehr.“

Ein Problem sei, dass in Deutschland notwendige Qualifikationen für den Titel „Badearzt“ im Vergleich zum Ausland weit höher sind. Der Bäderverband suche nun das Gespräch mit Ärztekammern und Krankenkassen, um dieses Problem zu lösen. Joachim Mangler

OZ

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