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Kurze Nächte: Jeder Zweite schläft unter sechs Stunden

Schwerin Kurze Nächte: Jeder Zweite schläft unter sechs Stunden

Neue Studie der Techmiker Krankenkasse zu Schlafstörungen

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Schlaflosigkeit: Eine Frau liegt stundenlang wach.

Quelle: Erwin Wodicka/fotolia

Schwerin. Schlaflos in Mecklenburg-Vorpommern: Ein Drittel der Erwachsenen (33 Prozent) kommt in Norddeutschland nicht auf die von Gesundheitsexperten empfohlenen sechs Stunden Schlaf pro Nacht. Das geht aus der aktuellen Studie „Schlaf gut, Deutschland“ der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. 1001 Menschen ab 18 Jahre wurden bundesweit dazu befragt. Fast jeder zweite Erwachsene schläft laut Studie aber länger als sechs Stunden pro Nacht. „Zu wenig Schlaf macht krank und senkt die Leistungsfähigkeit“, sagt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung in MV. Menschen ohne ausreichende Erholungsphasen könnten das Leben nicht genießen und würden unter einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Magenbeschwerden leiden, erklärt sie.

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Neue Studie der Techmiker Krankenkasse zu Schlafstörungen

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Zu ähnlichen Ergebnissen ist auch der Gesundheitsreport 2017 der DAK gekommen. Demnach leidet fast jeder dritte Arbeitnehmer in MV an Schlafstörungen. 30 Prozent wachen nachts regelmäßig drei Mal pro Woche oder häufiger auf. Oder die Betroffenen können gar nicht einschlafen. Hochgerechnet auf alle Erwerbstätigen betrifft dies 223000 Menschen in MV. In MV arbeiten laut Deutscher Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin 13 akkreditierte Schlaflabore. Es gebe einen großen Bedarf, sagt Schlafberater Jörg Beier aus Hanstorf (Landkreis Rostock). „Neben Stress bei der Arbeit und in der Familie können auch zu wenig Bewegung und falsche Ernährung Ursachen für Schlafstörungen sein“, sagt er. Auch an der Limes Schlossklinik Rostocker Land in Teterow werden Patienten mit Schlafstörungen behandelt. „Wir suchen zuerst nach deren Ursachen“, erklärt Dr. Martin Goßmann, stellvertretender Chefarzt. Bei der Behandlung würden keine Medikamente mit Suchtgefahr gegeben. Es werde ergründet, was den jeweiligen Patienten am Ein- oder Durchschlafen hindert.

Medikamente führten keinen Schlaf herbei, heißt es vom Apothekerverband MV. „Im Gegenteil, sie unterdrücken den normalen Schlafrhythmus“, erklärt Vorsitzender Axel Pudimat. Längerfristig sollten keine Schlaftabletten genommen werden.

Bernhard Schmidtbauer.

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