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Land für Sturmfluten gewappnet

Schwerin Land für Sturmfluten gewappnet

Umweltministerium: Die schwersten Schäden von Januar 2017 sind behoben

Schwerin. . Zwei Sturmfluten in kurzer Folge haben den Küsten in MV im zurückliegenden Jahr heftig zugesetzt. Vor allem die Flut vom Januar hat nach Angaben der zuständigen Behörden riesige Mengen an Sand und Erde in die Ostsee gespült und die Schutzdünen vor allem in den Bereichen Graal-Müritz bei Rostock, Wustrow (Fischland ) und Gager auf Rügen massiv beschädigt. Die meisten dieser Küstenabschnitte seien zwischenzeitlich verstärkt worden, das Land sei vor Beginn der ersten Herbststürme gewappnet.

„Aktuell sind wieder alle Küstenschutzdünen in der Lage, der sogenannten Bemessungssturmflut zu widerstehen“, teilt das Umweltministerium mit. Damit wird eine besonders schwere Sturmflut bezeichnet, die statistisch einmal in 200 Jahren auftritt. Die Schutzmaßnahmen sind somit auf Wasserstände von maximal 2,40 Meter über Normal ausgelegt. Anfang Januar waren 1,80 Meter über Normal erreicht worden, im Oktober 2016 gut ein Meter.

Die Beseitigung der jüngsten Sturmflutfolgen an den Küstenschutzanlagen des Landes kostet laut Ministerium etwa zehn Millionen Euro. Das Geld werde vorrangig für Strandaufspülungen und den Aufbau der Dünen eingesetzt. Die Maßnahmen Fischland/Darß seien abgeschlossen, bei Gager an der Südostküste Rügens liefen sie noch. Aufspülungen weiter nördlich in Göhren und Glowe sind vorgesehen, die Aufträge bereits erteilt. Nach Einschätzung des Ministeriums ist die Sicherheit aller Siedlungen, die durch Dünen oder andere größere Küstenschutzanlagen geschützt werden, aktuell gewährleistet. Eine absolute Sicherheit könne es für sturmflutgefährdete Ortschaften an der Ostsee jedoch nicht geben, hieß es. Wegen seiner Lage an der schmalsten Stelle Usedoms gilt insbesondere der Ort Zempin als Risikostandort. Dort war die Ostsee-Sturmflut vom 5. Januar, die als die schwerste seit mehr als zehn Jahren gilt, besonders nah an die Häuser gekommen und hatte einen an der Steilküste gelegenen Kiosk zerstört.

Das Land hatte nach der Flut einen 25-Millionen-Euro-Hilfsfonds für Kommunen aufgelegt, die besondere Schäden verzeichneten. Die Mittel wurden etwa zur Hälfte abgerufen. In Erhaltung und Bau von Küstenschutzanlagen investierte MV seit 1991 mehr als 400 Millionen Euro.

Frank Pfaff

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