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Land rechnet mit Hilfen für 1500 Psychiatrie-Geschädigte

Schwerin Land rechnet mit Hilfen für 1500 Psychiatrie-Geschädigte

In Mecklenburg-Vorpommern wird mit rund 1500 Psychiatrie-Geschädigten der DDR gerechnet, die Unterstützung der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ erhalten können.

Schwerin. In Mecklenburg-Vorpommern wird mit rund 1500 Psychiatrie-Geschädigten der DDR gerechnet, die Unterstützung der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“

erhalten können. Die Anlauf- und Beratungsstelle „Heimerziehung in der DDR“ der Stiftung arbeitet seit Januar 2017 in Schwerin bei der Landesbeauftragten für Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, Anne Drescher.

Seitdem gingen stetig Meldungen von Betroffenen ein, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) gestern nach einem Besuch bei der Landesbeauftragten Anne Drescher. Die Stiftung unterstützt Menschen, die als Kinder und Jugendliche zwischen 1949 und 1990 in Heimen der Psychiatrie oder der Behindertenhilfe Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen leiden.

Sie wolle das den Betroffenen widerfahrene Leid öffentlich anerkennen, betonte Ministerin Drese. Viele Opfer würden häufig noch heute unter den Folgen des begangenen Unrechts leiden. „Deshalb möchten wir einen Beitrag dazu leisten, finanzielle Benachteiligungen auszugleichen, und Betroffene und ihre Angehörigen ermuntern, Mittel aus der Hilfeeinrichtung zu beantragen“, sagte Drese.

Möglich sei eine einmalige Pauschale von 9000 Euro. Wer sozialversicherungspflichtig gearbeitet habe, ohne dass dafür Beiträge gezahlt wurden, erhalte zudem eine einmalige Rentenersatzleistung von bis zu 5000 Euro.

Bereits seit 2012 arbeitet bei der Landesbeauftragten die Anlauf- und Beratungsstelle für den Fonds „Heimerziehung in der DDR“. 3839 Betroffene hatten sich bis zum Meldeschluss im Herbst 2014 in MV für den Fonds angemeldet. Bis Ende 2017 sollen alle möglichen Leistungsvereinbarungen abgeschlossen werden.

Kontakt: www.landesbeauftragter.de

OZ

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