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Land unter im Nordosten

Rostock Land unter im Nordosten

Dauerregen macht Landwirten und Waldbesitzern zu schaffen.

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Mistwetter in Wolgast: Seit Tagen regnet es in MV.

Quelle: Tilo Wallrodt

Rostock. Der anhaltende Regen bereitet Landwirten, Waldbesitzern und Kleingärtnern in MV Probleme. In Greifswald sind Kleingärten überflutet, vielerorts stürzten Bäume um oder mussten gefällt werden, weil ihre Wurzeln im aufgeweichten Boden kaum noch Halt fanden. „Die Bäume stürzen jetzt schon bei leichterem Wind um“, sagte Karl-Joachim Baron von Brandenstein vom Waldbesitzerverband MV. Dadurch seien bei den Stürmen der vergangenen Tage auch mehr Bäume gefallen, als zu erwarten gewesen wäre. Der Schaden wird auf mindestens 55000 Festmeter geschätzt.

„Hinzu kommen mögliche Schäden an den feinen Baumwurzeln, die sich erst im Sommer zeigen“, so Brandenstein. Die Bäume seien dann empfindlicher gegen Trockenheit.

Die Landwirte sorgen sich vor allem um das Grünland. Zahlreiche Felder stehen unter Wasser, die erste Mahd auf den betroffenen Feldern droht auszufallen (die OZ berichtete). Insgesamt sei die Lage aber noch nicht kritisch, so Bauernpräsident Rainer Tietböhl. Das gilt auch für die Kleingärtner: Sie hätten zwar auch mit Hochwasser zu kämpfen, sagte Peter Heinemann, Vorsitzender des Landesverbands der Gartenfreunde. „Wo das Wasser steht, da wächst erst einmal eine Weile nichts mehr. Aber solange das Wasser nicht in die Lauben fließt, ist es nicht so schlimm.“

An der Rügener Steilküste beobachten die Ranger im Nationalpark Jasmund regelmäßig, ob sich Risse auftun. Größere Abbrüche gab es aber bislang nicht, sagt der Forstbeamte Rainer Büssow. „Der Boden ist zwar stärker aufgeweicht als sonst zu dieser Jahreszeit, aber die Moore können nach einer langen Trockenheit noch viel Wasser aufnehmen.“ Im Schweriner Landwirtschaftsministerium blickt man mit Sorge auf die Elbe: „In Sachsen gab es bereits eine erste Hochwasserwarnung“, sagte ein Sprecher. Gestern stand der Pegel in Dömitz einen halben Meter über Normal.

Der Deutsche Wetterdienst kann keine Entwarnung geben: Eine Trockenperiode, in der das Wasser versickern oder verdunsten könnte, ist nicht in Sicht. axb

 



OZ

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