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MV aktuell Land verliert Justiz-Personal
Nachrichten MV aktuell Land verliert Justiz-Personal
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00:01 28.09.2016

Das monatelange Ringen um die Übernahme von Auszubildenden im Justizvollzug des Landes ist beendet. Das Justizministerium bestätigt: 13 der 19 Anwärter, die vor zwei Jahren ihre Ausbildung begonnen haben, werden übernommen und verbeamtet. Scharfe Kritik kommt von der Gewerkschaft: „Unfassbar“ sei es, dass Ministerin Uta-Maria Kuder (CDU) die Entscheidung so lange hinausgezögert habe, kritisiert Hans-Ulrich Papenfuß, Vorsitzender des Bundes der Strafvollzugsbediensteten (BSBD). Auf diese Weise verschärfe sich die Überlastung der Beamten in den Haftanstalten weiter. Den Justiz-Auszubildenden war vor Monaten mitgeteilt worden, dass nicht alle als Beamte übernommen werden sollen. Dazu mussten sie Erklärungen unterschreiben, die sie überrascht hätten, berichteten Betroffene. Fünf hätten sich nun erfolgreich in Hamburg oder Brandenburg beworben, einer wechsele den Beruf. „Gute Leute mit guten Ergebnissen lässt man so einfach ziehen“, erklärt Papenfuß. Seine Rechnung: Jede Ausbildung koste das Land etwa 50000 Euro, in Summe seien also 300000 Euro umsonst ausgegeben worden. Das könne er nicht verstehen. „Wir hätten alle 19 brauchen können.“

Seit Jahren weist BSBD-Chef Papenfuß auf die Belastung der Justizvollzugsbeamten hin. „Der Strafvollzug ist der Wurmfortsatz der öffentlichen Verwaltung in MV“, wetterte er im Frühjahr. Er werde von der Landesregierung nur wahrgenommen, „wenn er wehtut“. Während die Landespolizei neue Stellen erhält, herrsche Stillstand bei der Justiz. Die Folge: ein Krankenstand von 15 Prozent, Überstunden, Frustration.

Das Justizministerium bestätigt, dass sechs Auszubildende des Jahrgangs von selbst gehen. Dies sei aber nicht unüblich, erklärt Sprecher Tilo Stolpe: „Es hat auch schon in der Vergangenheit Anwärter gegeben, die sich während der Ausbildung aus verschiedenen Gründen beruflich umentschieden haben.“

fp

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