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MV aktuell Land zahlt weniger Menschen Stütze
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00:01 30.11.2017
Wiesbaden/Schwerin

. Immer weniger Menschen im Nordosten bekommen Geld vom Staat zur grundlegenden Sicherung ihres Lebensunterhalts. Ihre Zahl sank bis Ende 2016 auf 190 600 und damit auf ein Zehn-Jahres-Tief, wie aus einem Bericht des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht. 2015 musste der Staat noch 210 699 Menschen mit Leistungen wie Hartz IV, Sozialgeld, Grundsicherung im Alter oder Asylbewerber-Hilfe über die Runden helfen. Der höchste Stand an Empfängern sozialer Unterstützung in den vergangenen zehn Jahren war 2006 mit 295 062 registriert worden. Dennoch ist das Problem Armut und Armutsgefährdung in MV weiter relevant, hieß es gestern in einer Anhörung im Landtag.

Torsten Koplin, Sprecher der Links-Fraktion im Landtag FOTO: SAUER/DPA

Im Nordosten schrumpfte diese Zahl der Menschen die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen um 61,7 Prozent von 20332 auf 7783. Der Grund: Ein Großteil der MV zugewiesenen Flüchtlinge hat nach der Anerkennung den Nordosten verlassen.

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger sank im Nordosten von Ende 2015 bis Ende 2016 um rund 5000 auf 119 519. Auch die Bezieher der Grundsicherung im Alter gingen zurück, von 22233 auf 20 865.

Torsten Koplin, Sprecher der Links-Fraktion im Landtag, sagte: Die Anhörung habe deutlich gemacht, „dass Armut in den unterschiedlichsten Formen und Auswirkungen in MV allgegenwärtig ist“. Nach Worten seiner Fraktionskollegin Jacqueline Bernhardt sind vom Leben am oder unter dem Minimum nahezu jedes dritte Kind und jeder fünfte Ruheständler betroffen, ebenso fast zwölf Prozent aller Erwerbstätigen und drei Viertel aller Erwerbslosen im Land.

Iris Leithold

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