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MV aktuell Landkreis will letzten Prora-Block verkaufen
Nachrichten MV aktuell Landkreis will letzten Prora-Block verkaufen
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11:02 01.04.2016
Block 5 des Prora-Komplexes auf der Insel Rügen. Quelle: S. Sauer/dpa

. Die Pläne zum Verkauf des Blockes 5 in der NS-Hinterlassenschaft Prora durch den Landkreis Vorpommern-Rügen gehen voran. Der Kreistag soll Landrat Ralf Drescher (CDU) ermächtigen, Verhandlungen zum Verkauf des rund 300 Meter langen unsanierten Abschnitts des Blocks zu führen. Wie aus der Beschlussvorlage des Kreises hervorgeht, haben bislang zwei Investoren Interesse am Kauf des baufälligen Gebäudes gezeigt. Namen werden in der Vorlage nicht genannt. Doch Prora-Entwickler Ulrich Busch sagte, dass die Firma Prora Solitaire Immobilien Kaufinteresse signalisiert habe. Der Block 5 ist der letzte noch in öffentlicher Hand befindliche Komplex der denkmalgeschützten Megaimmobilie, in der — so hatten es die Nationalsozialisten ursprünglich geplant — bis zu 20 000 Arbeiter mit einem Urlaub an der Ostsee auf Systemtreue getrimmt werden sollten. Der 1936 begonnene Bau der 4,5 Kilometer langen Anlage wurde 1939 mit Kriegsausbruch eingestellt. Nach Kriegsende wurde das Gelände militärisch genutzt. Nach der Wende verkaufte der Bund die Blöcke an Privatinvestoren, die dort Ferienwohnungen errichteten.

Der Kreis erwarb 2006 einen der 450 Meter langen Blöcke für den Kaufpreis von einem Euro plus der Auflage zur Erschließung. Mit 16,4 Millionen Euro von Bund, Land, EU und Jugendherbergswerk entstand 2011 in einem Drittel des Blockes eine Jugendherberge. Der Rest des Blockes verfiel weiter. Durch die Sanierung der Blöcke 1 bis 4 durch Privatinvestoren schossen die Immobilienpreise nach oben. Käufer von Eigentumswohnungen zahlen heute bis zu 7000 Euro pro qm. Martina Rathke

OZ

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