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Leibniz-Institut auf dem Prüfstand

Kühlungsborn Leibniz-Institut auf dem Prüfstand

Vorwurf Verschwendung: Ministerien gehen Geldflüssen in Kühlungsborn nach

Kühlungsborn. Die Vorwürfe des Landesrechnungshofs gegen das Leibniz-Institut für Atmosphärenforschung in Kühlungsborn haben Prüfungen in zwei Ministerien ausgelöst. Das renommierte Institut, jährlich gefördert mit mehr als sechs Millionen Euro, habe öffentliche Mittel zweckentfremdet verwendet (die OZ berichtete). So seien hohe Beträge für Feiern, Reisen und Geschenke ausgegeben worden. Mitarbeiter und Gäste hätten in vom Institut betriebenen Wohnungen teils gratis gewohnt, Doktoranden ungerechtfertigte Reisekosten-Pauschalen erhalten.

 

OZ-Bild

Prof. Franz-Josef Lübken, Chef des Instituts, räumte Defizite beim Geldausgeben ein.

Quelle: Lutz Werner

Geld für Reisen und Präsente stammt aus einem Projekt, das das Bundesverteidigungsministerium förderte. Der Vorgang werde geprüft, sagte gestern eine Sprecherin: „Informationen zu einer Verwendungsnachweisprüfung liegen hier nicht vor, sondern müssen erst von nachgeordneten Stellen zugearbeitet werden.“ Das Kühlungsborner Institut stelle für die Bundeswehr regelmäßig Vorhersagen zu Parametern in der Atmosphäre, wie Druck, Temperatur, Feuchte zur Verfügung, die die Ausbreitung von Funkwellen beeinflussen. Auch das Schweriner Bildungsministerium durchleuchtet die Geldflüsse im Leibniz-Institut. Grundsätzlich seien Ausgaben für „Öffentlichkeitsmaßnahmen“ oder Würdigung „exzellenter Mitarbeiter“ möglich, sagte Sprecherin Katrin Schwarz. Dabei gelte jedoch das Prinzip des sparsamen Mitteleinsatzes. Ein Mitarbeiter soll zum Beispiel beim Abschied in den Ruhestand ein Teleskop für 300 Euro geschenkt bekommen haben.

Für die neun Wohnungen des Instituts habe das Ministerium ein Nutzungskonzept angefordert. Auch die Reisekostenabrechnungen würden überprüft. „Zu allen Punkten sind Maßnahmen besprochen, um die Defizite zu beseitigen“, so Schwarz. ank Pubantz

Von Fr

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