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MV aktuell Leser streiten über Wölfe
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00:25 03.03.2016

Lübtheen. Knapp 16 Jahre nach den ersten Wolfssichtungen in Deutschland spaltet die Rückkehr der Tiere die Bevölkerung — auch im Südwesten Mecklenburgs. Nördlich der Lübtheener Heide bei Hagenow wurden am Wochenende neun Schafe getötet und zwei verletzt. Zudem wurde in der Nähe von Mirow (Mecklenburgische Seenplatte) ein Hirsch gerissen, teilte das Agrarministerium in Schwerin mit. Ein Gutachter gehe davon aus, dass die Tiere von Wölfen angefallen wurden.

Die Meinungen der Nutzer auf der OZ-Facebook-Seite gehen auseinander. So stellt Micha Wolf klar: „Der Wolf ist Stammvater aller Hunde. Es steht ihm zu, seine Nahrung zu holen, egal wie und wo. Der Mensch ist der Eindringling. Der Wolf hat sein Revier.“ Chrissi Flower entgegnet: „Wartet mal ab, bis sich die Tiere so vermehrt haben, dass keiner mehr die Population aufhalten kann und sich die Wölfe in den Städten rumtreiben.“ Genau so sei es jetzt schon mit den Waschbären, den Wildschweinen oder den Füchsen, sagt die Leserin. „Das Geschrei möchte ich hören, wenn der erste Mensch angegriffen wird.“

Wilfried Pöttrich sieht den Menschen in der Pflicht. Dieser solle wieder lernen, mit den Tieren zu leben. „Was ist schlimm daran, wenn Waschbären, Wildschweine und hoffentlich auch bald wieder Wölfe in unsere Nähe kommen?“, fragt Pöttrich. „Wer zerstört die Erde mehr? Der Mensch, das angeblich höchstentwickelte Lebewesen, oder ein Tier?“

Gleicher Meinung ist Facebook-Nutzerin Anja Hellwig: „Das ist die Natur. Und die Wölfe sind auf jeden Fall die besseren Lebewesen. Sie haben es verdient zu leben.“ Nach Ansicht der Leserin ist der Mensch das schlimmste und gefährlichste Raubtier auf der Erde. „Er hat dadurch schon so manche Tierart aussterben lassen. Und es wird sich wohl nie etwas ändern.“ Karin Kammann gibt zu bedenken, dass das Tier ausschließlich seinen Instinkten folgt: „Das ist nun mal die Natur.“

Ivonne Kutzers kurze Reaktion: „Leben und leben lassen.“ Reiner Yanape Zufall glaubt nicht, dass alle Schafe von Wölfen gerissen wurden. „Das ist eher unwahrscheinlich. Wölfe jagen und reißen nur so viel, wie das Rudel braucht! Im Gegensatz zu wildernden Hunden.“ Marko Schnell plädiert für den verstärkten Einsatz des Tierschutzes. „Der ist wichtig, aber deswegen muss man als Mensch nicht den Verstand ausschalten, sondern sollte sich Entwicklungen anpassen. Und wenn es Problemwölfe gibt oder die Population zu groß

wird, dann sollte man auch regulieren können. Aktuell wird gar nichts gemacht“, betont Schnell.

„Das ist nicht ganz richtig“, kontert Isabella-Maria Lochmann. Zwar gebe es nicht viele Behörden, die sich mit dem Thema befassen. „Die wenigen, die es gibt, kümmern sich um Aufklärung und auch darum, sicherzustellen, ob es ein Wolf war, der gerissen hat. Ich finde es nicht gut, dass der Wolf entweder verteufelt oder als Wunderwesen dargestellt wird. Es ist ein Raubtier.

Es lebt wieder bei uns. Appell an alle: Informiert euch.“ In Slowenien würde das Zusammenleben von Wolf und Mensch gut funktionieren.

OZ

Von Juliane Lange

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