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Lichterketten, Sterne, Rentiere: MV erstrahlt wie noch nie

Rostock Lichterketten, Sterne, Rentiere: MV erstrahlt wie noch nie

Deutsche rüsten bei Weihnachtsbeleuchtung auf / Handel erwartet mehr Umsatz

Rostock. Es wird wieder hell im Norden, auch spätabends. Denn vielerorts in Mecklenburg-Vorpommern geht dieser Tage die Weihnachtsbeleuchtung an. Weihnachtsbäume, Wohnzimmer, Vorgärten und ganze Einfamilienhäuser erstrahlen in gemütlichem Licht. Der Einzelhandel will in dieser Weihnachtssaison allein in Mecklenburg-Vorpommern 65 000 Lichterketten verkaufen, sagt der Rostocker Geschäftsführer des Handelsverbandes Nord Kay-Uwe Teetz.

Deutschlandweit leuchten dieses Jahr laut einer Umfrage des Energieunternehmens Lichtblick jeden Abend 9,5 Milliarden Lämpchen – ein Rekord. Aufgereiht an einer Lichterkette entspricht dies der dreifachen Entfernung von der Erde bis zum Mond.

Gründe für den Boom könnten der Wunsch nach Weihnachtsstimmung und Gemütlichkeit in unruhigen Zeiten sein oder, ganz praktisch, der geringere Stromverbrauch von LED-Leuchtkörpern, so eine Unternehmenssprecherin.

Beim Verkauf von Weihnachtsbeleuchtung rechnet der Handelsverband bundesweit mit einem Zuwachs von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In MV könnten die Verkaufszahlen sogar höher steigen, hofft Teetz.

Diesen Trend können die Baumärkte derzeit nicht bestätigen. Denn: Der große Ansturm auf die Lichterketten hat erst letzte Woche begonnen. Vor allem bei der Außenbeleuchtung gehe es vielen Kunden um die Konkurrenz mit dem Nachbarn, sagt Bernd Schiffler vom Globus Baumarkt in Stralsund. „Einige kommen mehrmals in der Weihnachtszeit, um das Haus weiter aufzurüsten.“ Dabei seien die Kunden sehr kreativ. Sie kaufen einzelne Lichterketten und Figuren, um die Beleuchtung des Hauses selbst zu gestalten, so Schiffler, der schon seit 22 Jahren im Baumarkt arbeitet. Wer früher zu Weihnachten sein Haus erleuchten ließ, flackernde Rentiere, Schneemänner und Glöckchen aufstellte, galt als oft Umweltsünder. Grund: Hunderte Glühbirnen verbrauchten mehr Strom als der gesamte Haushalt. Dank moderner Leuchtdioden (LED) muss man heute kein schlechtes Gewissen haben. Denn die kleinen Lämpchen sind extrem energieeffizient: Eine 80 Meter lange Lichterkette mit 800 LED braucht weniger Strom als eine alte 100-Watt-Glühbirne.

Die handelsübliche Lichterkette ist jedoch nur acht Meter lang und passt perfekt auf die Tanne im Wohnzimmer. Sie ist der Verkaufsschlager in vielen Baumärkten. Doch jetzt bekommt sie Konkurrenz: von kabellosen LED-Weihnachtskerzen. Die batteriebetriebenen Leuchten sind handlich, flexibel einsetzbar – und teuer. Zwölf Lämpchen kosten um die 50 Euro. Statt Kabelsalat gibt es eine Fernbedienung.

Die Batterie hält laut Hersteller die gesamte Weihnachtssaison.

INFO: Wir suchen die schönsten Licht-Dekorationen im Land. Wenn Sie Ihr Haus ebenfalls geschmückt haben, laden Sie das Foto hoch unter www.ostsee-zeitung.de/Weihnachtsbeleuchtung

Alexander Salenko

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