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Liebenswertes Schmuddelkind

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Schluss mit Depri-Stimmung: Zehn gute Gründe, den Herbst zu mögen

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Der Herbst malt die Bäume an. Die Blätter leuchten in den schönsten Farben.

Quelle: Foto: Seeger/dpa

1. Weil er verdammt gut aussieht

Der Herbst treibt’s selbst an grauen Tagen bunt. Das Laub an Bäumen und Büschen leuchtet in Rot, Gelb und Orange. Die tief stehende Sonne taucht – wenn sie denn scheint – Landschaften in mildes Licht. Bei Schauern zaubert sie Regenbögen an den Himmel. Und selbst wenn’s finster ist, lassen sich Schönheiten bestaunen: Der Sternschnuppenschauer Orioniden erreicht am 21. Oktober sein Maximum. An die 30 Schnuppen pro Stunde flitzen dann mit 60 km/s durch die Nacht. Die beste Aussicht bietet sich Schnuppenguckern fernab künstlicher Lichtquellen in den Morgenstunden. Sind die Nächte um den 15. Oktober sehr klar, zeigt sich über dem Horizont das sogenannte Zodiakallicht. Am besten ist der breite Lichtkegel zu sehen, kurz bevor der Morgen dämmert.

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2. Weil er uns auf Touren bringt

Zu Fuß oder vom Rad aus die Heimat entdecken – das geht im Herbst besonders gut. Entlang der Küste werden etliche geführte Touren angeboten. Ein abwechslungsreiches Programm verspricht der Rügener Wanderherbst vom 13. bis 22. Oktober. Ob historischer Rundgang durch die Seebäder, Ausflug ins Naturwelterbe Alte Buchenwälder, Power-Wandern durch die Granitz oder archäologischer Streifzug am Kap Arkona – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das Beste: Die meisten Angebote sind kostenfrei (www.ruegen.de/aktivitaeten/wandern/aktivherbst).

3. Weil er uns schmeckt

Kulinarische Veranstaltungsreihen locken Genießer mit exquisitem Gaumenkitzeln. Deftiges aus Wald und Wiesen kommt bei den Usedomer Wildwochen (14. Oktober bis 4. November) auf den Tisch. Bei „Kühlungsborn kocht“ (3. November bis 9. Dezember) servieren Gastronomen nicht nur saisonale Köstlichkeiten. Sie zeigen bei Workshops auch, wie man Cupcakes bäckt oder Guinness zapft. Fisch aus heimischen Binnengewässern kredenzen die sieben Akteure von „Plau kocht“ (ab 4. November) im Westen der Seenplatte. Zu lukullischen Schmankerln tischen die Köche ihren Gästen dabei Anekdoten aus der Küche auf. Das Hotel Klüschenberg in Plau am See setzt Erotik auf die Karte: Bei den zehn Veranstaltungen des Wintertheaters (17. November 2017 bis 17. März 2018) führen Mitarbeiter zwischen den Gängen ein frech-frivoles Lustspiel auf.

4. Weil er uns guttut

Die frische Luft stärkt das Immunsystem und bringt den Kreislauf in Schwung. Schon ein halbstündiger Spaziergang soll für die Gesundheit Wunder wirken. Wer seine Atemwege stärken oder mit Temperaturschwankungen besser zurechtkommen möchte, sollte jetzt Outdoorsport treiben. Ein Spaziergang bei Sonnenschein fördert die Bildung von Vitamin D. Das hebt die Laune und hält die Knochen fit.

Stressgeplagte können sich vom Herbstwind Sorgen wegpusten lassen. Frostbeulen sind in Freizeitbädern, wie dem Wismarer Wonnemar oder dem Hansedom in Stralsund, richtig. In der Sauna, bei Massagen oder Thalassobehandlungen ist der Alltag schnell vergessen. Wer eine längere Auszeit nötig hat, kann sich in Hotels einen Wellness-Urlaub buchen. Die werden im Herbst vielerorts zum kleinen Preis angeboten.

5. Weil er uns beschenkt

Die Natur hat den Tisch (vitamin)reich gedeckt: Steinpilz, Champignon und Marone sprießen. Äpfel und Birnen baumeln an den Bäumen. Gemüse wie Kohlrabi, Möhren oder rote Bete sind reif für den Kochtopf. Aber nicht nur den Magen, auch das Auge weiß der Herbst zu verwöhnen. Mit tierisch wilden Schauspielen: Auf Rügen und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bieten Tausende Kraniche Hobbyfotografen reizvolle Ansichten. Nicht nur Motivjäger, auch Sammler können auf Beute hoffen: Nach Herbststürmen lohnt es sich, am Strand nach Bernsteinen und hübschen Treibhölzern Ausschau zu halten.

6. Weil er unsere Kreativität anregt

Die Natur ist ein Bastelladen, der vor allem Kinder auf tolle Ideen bringt. Sie setzen mit etwas Geschick und Zahnstochern Eicheln und Kastanien zu lustigen Männchen zusammen. Bunte Blätter hübschen – gepresst, getrocknet und im Bilderrahmen arrangiert – kahle Wände auf. Der Herbstumzug wird mit selbst gebastelten Laternen noch schöner. Schaurig sollen dagegen die Grimassen sein, die Halloweenfans in Kürbisse schnitzen. Wer aus Gemüse oder Obst lieber etwas Leckeres zaubert, probiert jetzt neue Backrezepte aus. Handarbeitsanfänger lernen bei Strick-, Näh- und Häkelkursen in Fachgeschäften, wie sie sich wärmende Herbstaccessoires selbst kreieren.

7. Weil er uns ordentlich was auf die Ohren gibt

Die Open-Air-Saison ist vorbei, doch MV gibt keine Ruhe. Klassikliebhaber bekommen beim Usedomer Musikfestival noch bis 14. Oktober in Schlössern, Villen und Kirchen Gastspiele dänischer Künstler zu hören. Sechs Bands an einem Abend spielen bei der Stralsunder Musikmeile (14. Oktober) auf. Wer lieber dem gesprochenen Wort lauscht, dem lesen bei den 22. Schweriner Literaturtagen namhafte Autoren aus ihren Werken vor. Die Veranstaltungsreihe geht noch bis zum 11. November. Zeitlos sind die Konzerte in freier Wildbahn: das Röhren der Hirsche oder das Trompeten der Kraniche. Nicht minder hörenswert ist die kleine Herbstmusik: Regentropfen, die auf einen Schirm prasseln, Blätter, die unter Gummistiefeln rascheln, ein knisterndes Kaminfeuer.

8. Weil er uns tanzen lässt

Der Herbst ist der Beginn der Ballsaison. Top-Termin für alle, die in Zwirn oder Robe übers Parkett wirbeln wollen, ist der Landespresseball. Unternehmer, Politiker, Journalisten, Sportler und Kulturschaffende feiern am 4. November eine rauschende Ballnacht in der Rostocker Stadthalle. Schon diesen Sonnabend zeigen hier Turniertänzer beim Seesternpokal, was sie draufhaben. Wesentlich lockerer geht’s bei den Erstsemesterpartys zur Sache: Tausende Studenten machen aktuell in Wismar, Rostock, Greifswald und Stralsund die Nacht zum Tag.

9. Weil er uns eine Gänsehaut verpasst

Nebelschwaden hüllen Stadt und Land in einen Schleier. Das schummrige Zwielicht der Dämmerung bietet Gruselgeschichten die passende Kulisse. An manchen Tagen jagt uns der Herbst Schauer über den Rücken. Zu Halloween (31. Oktober) ziehen Hexen, Geister und kleine Monster von Haus zu Haus. Und selbst ein harmloser Spaziergang wird dank kühler Temperaturen zur Zitterpartie. Umso schöner ist es, sich danach die klammen Finger an einer Tasse Kaffee oder Tee zu wärmen.

10. Weil er uns eine Auszeit gibt

Nach dem hektischen Sommer kehrt Ruhe ein. Die meisten Urlauber sind weg. Strände und Wälder haben wir für uns. Und weil das Wetter an manchen Tagen nicht unbedingt dazu reizt rauszugehen, können wir auch ohne schlechtes Gewissen Nachmittage zu Hause vertrödeln – mit Kuscheldecke, Kerzenschein und einem guten Buch.

Antje Bernstein

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