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Linke lassen Federn

Nach den Landtagswahlen: Linkspartei hat bei der Wahl drei Sitze verloren Linke lassen Federn

Mit weniger Mandaten geht die Linksfraktion in die nächste Landtagsrunde. Nicht mehr dabei ist etwa das Urgestein André Brie.

Schwerin. Von allen noch im Schweriner Landtag verbliebenen Fraktionen muss die Linke am meisten Federn lassen. Sie ist jetzt die kleinste Fraktion, die Zahl der Abgeordneten sinkt von 14 auf elf.

 

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Im Schweriner Schloss wird die kleinere Linksfraktion mit dem amtierenden Vorsitzenden Helmut Holter tagen.

Quelle: Fotos: Privat, D. Lilienthal / Montage: Arno Zill
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Im Schweriner Schloss wird die kleinere Linksfraktion mit dem amtierenden Vorsitzenden Helmut Holter tagen.

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Karen Larisch – engagiert gegen Rechtsextremisten

Serie

Der neue

Landtag

Heute: Linke

Unter ihnen sind vier neue Parlamentarier: Eva-Maria Kröger aus Rostock ist dabei die kleinste Überraschung, war sie doch mit Landeslistenplatz 3 sicher gesetzt. Auch ihr Rostocker Parteigenosse Karsten Kolbe durfte sich auf Platz 6 gute Hoffnungen machen, Karen Larisch (Landkreis Rostock) und Wolfgang Weiß (Vorpommern-Rügen) rutschten dagegen auf Platz 9 und 10 gerade noch rein. Den elften und letzten berücksichtigten Platz der Landesliste bekleidete Jeannine Rösler, die finanz- und kommunalpolitische Sprecherin der Fraktion. Weniger Glück hatten Henning Foerster (Schwerin) und Hikmat Al-Sabty (Rostock): Sie standen auf den Plätzen 12 und 14 der Landesliste und sind damit im neuen Landtag nicht mehr dabei. Al-Sabty stand zuletzt als migrationspolitischer Sprecher der Fraktion häufig im Blickpunkt. Seine Nachfolgerin könnte Larisch (47) werden, die sich in Güstrow für Flüchtlinge engagiert. Auch Al-Sabty will Ansprechpartner für Hilfesuchende bleiben, sagte er der OZ.

Ebenfalls ausgeschieden ist das Linken-Urgestein André Brie. Er stand auf dem 26. Platz der Landesliste und wäre auch mit einem Traumergebnis der Linken nicht mehr in den Landtag gekommen. Der 66-Jährige war vor seinem Einzug in den Schweriner Landtag 2011 unter anderem Europaabgeordneter und Mitglied des damaligen PDS-Bundesvorstands. Dort war er auch Leiter der PDS-Grundsatzkommission und galt somit als Vordenker der Partei.

Vier bisherige Abgeordnete waren zur Wahl am 4. September gar nicht mehr angetreten, darunter Landtags-Vizepräsidentin Regine Lück. Die 62-Jährige will der jüngeren Generation Platz machen und verabschiedet sich aus der Landespolitik. Auf kommunaler Ebene engagiere sie sich aber weiter, sagte sie der OZ. Dabei bleibe mehr Zeit für Familie und Freizeit: „Ich bin in 16 Vereinen und Verbänden – und Großmutter einer zweijährigen Enkelin“, sagt Lück. Jetzt habe sie Zeit, endlich Saxophon zu lernen.

Für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus ist Karen Larisch (47) mit dem Stelling-Preis der SPD und dem Courage-Preis der Linken ausgezeichnet worden. Die Leiterin des Familienzentrums „Villa Kunterbündnis“ in Güstrow kümmert sich um Arbeitslose, Migranten und sozial schwache Familien. Larisch ist aktiv im Demokratiebündnis und im Friedensnetzwerk Güstrow. Nach Anschlägen auf die „Villa Kunterbündnis“ unterstützte Schauspieler Til Schweiger das Projekt mit 20000 Euro.

Eva-Maria Kröger – streitet für Theater und Wohnen

Seit 2009 ist Eva- Maria Kröger ehrenamtliche Abgeordnete der Rostocker Bürgerschaft. Jetzt zieht sie hauptamtlich auch in den Schweriner Landtag ein. Die 34-Jährige studierte in Rostock und Tübingen Politikwissenschaften. In der Hansestadt engagiert sie sich fürs Volkstheater, dessen Aufsichtsratsvorsitzende sie ist. In Schwerin will sich die Mutter einer Tochter auch um die Bereiche Wohnen sowie Bauen kümmern und sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen.

Wolfgang Weiß – Lehrer und Privatdozent

Wolfgang Weiß war Hafenarbeiter, Mathematiklehrer, Hochschullehrer. Seit Ende der 1990er Jahre ist der heute 62-Jährige aus Kreutzmannshagen zwischen Grimmen und Greifswald als Privatdozent tätig.

Der promovierte Geograph zog über die Landesliste für Rügen in den Schweriner Landtag ein. Weiß ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im Landtag will er sich um Themen wie Raumordnung und Regionalplanung sowie Demographie, Bildung und Ökologie kümmern.

Simone Oldenburg – Pädagogin will mehr Lehrer

Ausreichend Lehrer für die Schulen in MV zu gewinnen – das ist für die Vize-Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg (47) eine zentrale Aufgabe der Landespolitik. Die Pädagogin wurde in Wismar geboren, studierte in Leipzig fürs Lehramt. Danach arbeitete sie an der Regionalen Schule Klütz (Nordwestmecklenburg), deren Leitung sie später übernahm. Neben ihrer politischen Arbeit – sie wurde 2011 in den Landtag gewählt – engagiert sie sich im Gägelower Sozial- und Kulturverein „KuSo“.

Karsten Kolbe – will gleiche Bedingungen für alle

Der Rostocker Karsten Kolbe will sich für eine Stärkung der öffentlichen Schulen einsetzen. Es sei „eine Schande, dass Kinder in einem reichen Land wie Deutschland in Armut leben müssen“, sagt er.

Alle Menschen sollten laut Kolbe die gleichen optimalen Bedingungen für den Start ins Leben haben. Landesbildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) bezeichnete er unlängst als „schlechtesten Minister des Landes“. Der 29-jährige Kolbe ist verheiratet und hat Politikwissenschaften studiert.

Mignon Schwenke – Nordistin setzt auf Energie

Auf Umwelt- und Energiepolitik setzt die Greifswalderin Mignon Schwenke. Die 61-Jährige war in den 1980er Jahren stellvertretende FDJ-Sekretärin an der Universität Greifswald. Nach der Wende engagierte sie sich zunächst in der damaligen PDS, später in der Linkspartei. Mignon Schwenke ist seit 2011 Mitglied des Schweriner Landtags. Zudem wurde die promovierte Nordistin (Skandinavistik) vor einem Jahr erneut zur Vorsitzenden der Linkspartei im Kreis Vorpommern-Greifswald gewählt.

Torsten Koplin – Kaufmann und Landespolitiker

Die Wahl zum Bürgermeister von Neubrandenburg verlor Torsten Koplin 2015 deutlich gegen den parteilosen Kabarettisten Silvio Witt, der bei der Stichwahl 70 Prozent der Stimmen abräumte. Für einen Einzug in den neuen Landtag reichte es hingegen für Koplin, der dort seit 1998 Mitglied ist. Der heute 54-Jährige war schon zu DDR-Zeiten in der FDJ und SED politisch aktiv. Diplomkaufmann Koplin stammt aus Neubrandenburg, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Jacqueline Bernhardt – Volljuristin aus Leipzig

Für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik tritt die 39-jährige Jacqueline Bernhardt im Schweriner Landtag ein. Die gebürtige Leipzigerin studierte in ihrer Heimatstadt Jura und arbeitete ab 2005 in Ludwigslust als Rechtsanwältin. In dem Jahr trat sie in die damalige Die Linke.PDS ein. Zunächst war die Volljuristin in der Gemeindevertretung Groß Laasch und im Kreistag Ludwigslust-Parchim tätig.

Seit 2011 gehört sie dem Schweriner Landtag an. Jacqueline Bernhardt ist verheiratet und hat ein Kind.

Axel Büssem und Axel Meyer

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