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Los Schätzchen, dreh’ durch!

Schwerin/Rostock Los Schätzchen, dreh’ durch!

Brücken, Silos, Hafenkräne – Industriebauten gewähren einmalige An-, Ein- und Ausblicke

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Schwerin/Rostock. Politiker treten sie mit Füßen. Kinder trampeln auf ihr herum. Großherzöge und Edelfrauen sind achtlos über sie hinweg geschritten. Der alten Dame macht das nichts aus. Sie erträgt es geduldig. Seit 120 Jahren bringt die Drehbrücke Spaziergänger und Radler trockenen Fußes in den Schweriner Schlossgarten, dient Brautpaaren und Ausflüglern als beliebte Fotokulisse. Anlass für ein wahres Blitzlichtgewitter bietet das geschächtsträchtige Schätzchen an diesem Wochenende. Dann wird die sonst meist starre Brücke gleich vier Mal aus ihren Ruhelagern gehoben und 90 Grad um ihre Mitte, den sogenannten Königsstuhl, gedreht. Dafür braucht es Ausdauer und Muskeln, weiß Fred Smolinsky aus Erfahrung. In den vergangenen elf Jahren hat der Landtagsmitarbeiter die Brücke schon das ein oder andere Mal per Handkurbel geöffnet. „Das dauert etwa fünf Minuten.“ Dann ist der Weg vom Schweriner in den Burgsee frei. Den Moment können die Mitglieder des Schweriner Marineclubs kaum erwarten. Sie wollen am Wochenende ihre Boote durch das Nadelöhr steuern. Für die Segler eine seltene Gelegenheit, für Zuschauer ein Anblick, der sich ihnen so schnell nicht wieder bietet. Die Tage der Industriekultur am Wasser machen es möglich.

OZ-Bild

Brücken, Silos, Hafenkräne – Industriebauten gewähren einmalige An-, Ein- und Ausblicke

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Alte Fabriken, Wassermühlen, Hafenanlagen, Schleusen und Kraftwerke: Am Wochenende wird Technikgeschichte lebendig. 131 Objekte laden in der Metropolregion Hamburg Besucher zur Entdeckungstour. In Mecklenburg können Technik- und Geschichtsinteressierte am Sonnabend und Sonntag 24 Bauten bestaunen oder sich von Fachleuten bei Führungen erklären lassen. Diese Ausflugsziele hat die Küste zu bieten:

Wismar 1

Alter Hafen: Der Thormann-Speicher und das benachbarte ehemalige Silo 1 prägen die Silhouette von Wismars Altem Hafen. Normalerweise kommen Interessierte nicht ohne Weiteres in das stillgelegte Getreidelager hinein. Am Wochenende können sie ganz unproblematisch einen Blick hinter die historischen Mauern werfen und erfahren nebenbei allerhand Wissenswertes zu den Baudenkmalen. Am Sonnabend und Sonntag finden jeweils um 11.30, 13 und 14.30 Uhr Führungen statt (Anmeldung ☎ 03841/19433, 5 Euro)

Weitere Stationen in Wismar:

2 Lokschuppen/Hafenbahn, Poeler Straße 3: Sa 10-17 Uhr, So 10-16 Uhr, Anlage geöffnet, Führungen nach Bedarf

3 Phantechnikum, Zum Festplatz 3, Führung So 15-16.30 Uhr (Anmeldung info@phantechnikum.de); Besichtigung Sonderausstellung Sa+So 10-17 Uhr (Erw. 5/ Kind 3,50 Euro)

Rostock 4

&5 Stadthafen & Alte Neptunwerft: In den 50er Jahren ist der Koloss errichtet worden, um Kohlemassen zu hieven. Heute ist der blaue Brückenkran auf der Haedgehalbinsel das unübersehbare Wahrzeichen des Rostocker Stadthafens. Der Zeitzeuge ehemaliger Umschlagtechnik ist eines von mehreren Großobjekten, zu denen am Sonnabend ein Rundgang führt. Der startet um 14 Uhr am Kröpeliner Tor (Kosten: 4, erm. 3 Euro). Für Teilnehmer erweckt Gerd Hosch die wechselhafte Geschichte der heutigen Bummelmeile zum Leben. Historisches und Zukunftsvisionen erfahren Besucher auf der Silohalbinsel: Am Sonnabend (12-16 Uhr) gibt’s hier Infos zum Schicksal des ehemaligen Seebäderschiffs MS „Undine“ und Pläne, wie der übrig gebliebene Rumpf gerettet werden könnte.

Wer die Kombination aus Geschichtsstunde und Paddeln nicht scheut, kann sich für eine geführte Kajaktour anmelden (durch Stadthafen, Sa+So 10, 14 und 19.30 Uhr, durch Überseehafen, Sa+So 11

Uhr, Anmeldung für beide Touren ☎ 0176/62001132).

Weitere Station in Rostock:

6 Schifffahrtsmuseum mit Schwimmkran&Traditionsschiff MS „Dresden“, Schmarl Dorf 40, Sa/So, 10-18 Uhr,4 €

Warnemünde7

Leuchtturm & Heimatmuseum: Zwölf Jahrzehnte Wind und Wetter hat der Leuchtturm am Strand von Warnemünde überdauert. Am Wochenende steht ihm ein Besucheransturm bevor. An beiden Tagen ist der Turm von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Wer bis zur zweiten Galerie möchte, muss vorher 135 Stufen bezwingen, wird dafür aber mit einem sehenswerten Ausblick über Strand, Meer und Ostseebad belohnt. Wem das zu anstrengend ist, der kann im Heimatmuseum (Alexandrinenstraße 31, Sa+So 10-17 Uhr) einkehren und dort auf eine Zeitreise ins Jahr 1900 gehen.

Alle Infos unter: www.metropolregion.hamburg.de/industriekultur/

Weitere Ausflugsziele, die am Wochenende auf Technik-und Kulturliebhaber in MV warten

Schwerin

8 Hafen, Speicherstr. 11, Sa+So 11-17 Uhr

9 Drehbrücke am Schloss, Öffnung Sa 15 Uhr + So 11+13+15 Uhr, 10 Schleifmühle, Schleifmühlenweg 1, Sa+So 10-17 Uhr

Boizenburg

11 Binnenfrachtschiff „Minna“, Hafenplatz, Sa+So

Besichtigung 10.30-17 Uhr, Filme 11+15 Uhr

Teldau

12 Schöpfwerke und Deichsiele, Sa+So 10 Uhr Fahrradtour, Anmeldung ☎ 03855/9586484 oder 0171/4154384

Vellahn

13 Wassermühle, Brahlstorfer Straße 5, Sa+So 10-13 Uhr

Amt Neuhaus

14 Eisenbahnbrücke

Preten, Sa+So 14+16 Uhr geführte Wanderungen

ab Café „Schwarzes Schaf“; geführte Radtour nach Anmeldung

info@preten.de Ludwigslust

15 Ludwigsluster Kanal, Sa 11 Uhr Führung, Treff: Schlossplatz am Denkmal Friedrich Franz I

Neu Kaliß

16 Papierfabrik, Straße des Friedens, Sa+So 10-18 Uhr (Führung 14+16 Uhr)

17 Regionalmuseum, Karl-Marx-Straße 22, Sa+So 10-15 Uhr

Malliß

18 Braunkohlen-Bergbau, Ludwigsluster Straße 2-8, geführte Wanderungen nach Bedarf; Sa 10-17 Uhr + So 10-16 Uhr geführte Wanderungen zur Salzquelle, Treff: Vereinsheim, Am Kanal 1a Grabow

19 Hafen und Fabriken, Führung So 14 Uhr, Treff: Heimatmuseum Marktstraße 19

20 Heimatmuseum, So 14-16 Uhr

Lübz/ Bobzin

21&22 Schleuse Lübz & Wasserturm, Sa+So 14 Uhr Führung ab Schleuse

23 Wasserkraftwerk & Schleuse Bobzin: So 10-16 Uhr, Führung n. Bedarf Plau am See

24 Hubbrücke, Sa+So 10+14 Uhr Führung mit Hebung der Brücke

Antje Bernstein

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