Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Louisen-Gedenkstätte soll Tradition bewahren
Nachrichten MV aktuell Louisen-Gedenkstätte soll Tradition bewahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 25.03.2017
Schloss Hohenzieritz ist für Sanierungsarbeiten eingerüstet. Der Adelssitz ist der Sterbeort von Preußenkönigin Louise (1776-1810). Quelle: Foto: Wüstneck/dpa
Neustrelitz

. Die Gedenkstätte für Preußenkönigin Louise (1776-1810) in Hohenzieritz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) wird sich ab Juni medial moderner zeigen, aber das Traditionelle trotzdem bewahren. Das hat Kunsthistorikerin Friederike Drinkuth von der Schlösser- und Gärtenverwaltung des Landesfinanzministeriums gestern in Neustrelitz erklärt. So bleibe das Sterbezimmer der Königin mit der Luisenbüste von Christian Daniel Rauch und dem Abguss des Berliner Luisen-Grabmals das Zentrum der Gedenkstätte. „Hohenzieritz ist durch den Moment des Todes der Königin ein wichtiger Pilgerort für den gesamten Hochadel“, sagte Drinkuth.

Besucher könnten das Zimmer nach der Eröffnung am 3. Juni bis zu einer Schranke auch betreten, was bisher nicht möglich war. An Hörstationen und über bebilderte Texte werde über das tragische Schicksal Luises in Hohenzieritz und die Tradition des Gedenkens im Sterbezimmer informiert. Die Königin hatte trotz ihres frühen Todes im Alter von 34 Jahren zehn Kinder und war am 19. Juli 1810 gestorben.

Höhepunkt der neuen Präsentation sollen originale Türen aus dem Schloss sein, auf denen sich die Adligen mit Namen, Datum und Körpergröße eingetragen haben. „Das ist eine Art Gästebuch der weit verzweigten Herzogsfamilie seit 1795“, erläuterte die Expertin. Die „Hohenzieritzer Autographentafeln“ seien mit mehr als 75 Personen in ihrer Art durchaus einzigartig. Über Medienstationen könnten sich Gäste dann auch die Lebenswege dieser Leute ansehen. Dieses Kaleidoskop der Namen mache jedem deutlich, welchen großen Stellenwert das Schloss und seine Gedenkstätte einst besaßen. In die Ausstellung werden auch zahlreiche Kunstwerke und historische Objekte einbezogen, die der ehemalige Schlossverein zusammengetragen  oder neu als Leihgabe erworben hat, stellte Drinkuth klar. So soll spannend vom Leben, Sterben und vom Mythos der Königin erzählt werden, die die Frau von Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. war und  aus dem Haus Mecklenburg-Strelitz kam.

Das Land hatte die Gedenkstätte im Jahr 2016 von dem inzwischen aufgelösten Schlossverein übernommen, der die Betreuung aus Altersgründen aufgab. Inzwischen kümmert sich fachlich der Verein Kulturgut Mecklenburg-Strelitz um das Thema und hofft auch wieder auf mehr Gäste in Hohenzieritz.

Winfried Wagner

Mehr zum Thema

Ohne Weltmeister Nico Rosberg startet Mercedes beim Saisonauftakt in Australien in eine neue Formel-1-Ära. Teamchef Toto Wolff spricht im dpa-Interview über die neue Fahrerpaarung und die Lehren aus dem Dauerzoff zwischen Rosberg und Lewis Hamilton.

21.03.2017

Das schöne Leben in Zeiten des Terrors - wie geht das? Europa muss das noch herausfinden. Die Menschen in Tel Aviv machen es vor. Die Lifestyle-Metropole ist liberal, leichtlebig, ausgelassen - und daher vielen Israelis ein Dorn im Auge. Doch der Reisende ist begeistert.

21.03.2017

Fast jedes vierte Schulkind in MV ist Allergiker. Zum Thema gab es am Mittwoch OZ-Telefon-Forum viele Leserfragen.

23.03.2017

Der schwerkranke Willi Trost (Foto) hat einen Traum: einmal nach New York zu reisen. Der 19-jährige Stralsunder leidet jedoch an Muskeldystrophie, die seine Muskulatur zerstört.

25.03.2017

. Der Besitzer der Wassermühle in Rüting bei Schwerin, Jan Bauditz, schaut auf sein stillstehendes Wasserkraftwerk an der Stepenitz. Seit 20 Jahren kämpft er um den Betrieb des Wasserrades.

25.03.2017

Bundesjugendkonferenz in Rostock beriet über Hilfe für Schüler mit Internet-Problemen

25.03.2017