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MV aktuell Luisen-Gedenkstätte eröffnet
Nachrichten MV aktuell Luisen-Gedenkstätte eröffnet
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00:01 03.06.2017
Die leicht beschädigte Büste von Königin Luise steht im Sterbezimmer.

. Die Wände sind grau, in der Mitte stehen eine Büste von Preußenkönigin Luise (1776-1810) und daneben ein weißer Sarkophag, hinter dem Kränze hängen. „Das ist die historische Anordnung vom Sterbezimmer der Preußenkönigin“, erläutert Jörg Meiner im Schloss Hohenzieritz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Der Kulturhistoriker der Schlösser- und Gartenverwaltung MV leitet die Umgestaltung der Gedenkstätte, die an den Tod der jungen Adligen und den „Mythos Luise“ erinnert und Hohenzieritz zum Wallfahrtsort des europäischen Adels machte. Nach der Umgestaltung wird die Gedenkstätte am heutigen Samstag eröffnet. Sie gehört zur „Königin-Luise-Route“, die bis Paretz (Brandenburg) und zum Schloss Charlottenburg führt.

Preußenkönigin Luise starb 1810 in Hohenzieritz – MV hat vieles restauriert

Dabei haben sich die Ausstellungsmacher an historischen Aufnahmen orientiert. „Die ersten Fotos haben wir von 1880.“ Man wolle Traditionelles bewahren. So kann das Sterbezimmer wieder betreten werden. An zwei Stationen kann man vertonte Texte von König Friedrich-Wilhelm III von Preußen, dem Ehemann Luises, und ihrer Tochter Charlotte hören.

Nach Kriegsende 1945 wurden die Gedenkstätte und das Schloss von Russen besetzt, die vieles wegwarfen, andere plünderten das Schloss. Unbekannte retteten etliche Stücke vom Müllhaufen, wie sich nach 1990 zeigte. So musste der erste – nach einer Vorlage von Christian Daniel Rauch gegossene – Sarkophag für Hohenzieritz nach 1990 wieder ganz neu gegossen werden. Er war zerstört worden. Auch die Büste zeigt noch eine „Wunde“ in Luises Gesicht und ein beschädigtes Diadem. „Das haben wir so gelassen“, erläutert der Experte. Für die Neugestaltung brachte das Land rund 70 000 Euro auf. Eine Schau zum „Mythos Luise“ im benachbarten Kastellanhaus soll noch folgen.

W. Wagner

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