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MEK-Einsatz in Lutheran: Anklage gegen Kopfschuss-Opfer

Lutheran MEK-Einsatz in Lutheran: Anklage gegen Kopfschuss-Opfer

Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat gegen den 27-jährigen David A., dem während eines MEK-Einsatzes in Lutheran von einem Polizisten in den Kopf geschossen wurde, ...

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MEK-Einsatz in Lutheran auf der B 191. Der Dodge (r.) wurde von zwei Zivilfahrzeugen (l.) eingekeilt.

Quelle: Michael-Günther Bölsche

Lutheran. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat gegen den 27-jährigen David A., dem während eines MEK-Einsatzes in Lutheran von einem Polizisten in den Kopf geschossen wurde, Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte erhoben. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann absichtlich einen Polizeiwagen gerammt und dabei einen Beamten am Knie verletzt haben. Nach zwei erfolgten Warnschüssen hätte ein weiterer „in Nothilfe“ auf den Wagen geschossen – mit dem Ziel, die Gefahrensituation für seinen Kollegen zu beenden.

Der Verteidiger von David A. nennt die Anklage skandalös: „Mein Mandant ist weder von der Polizei gesucht worden noch hat er die vermummten Beamten als Polizisten erkannt“, betont Benjamin Richert.

David A. sei ein unbescholtener Bürger gewesen und hätte deshalb auch nicht vor der Polizei fliehen müssen. Stattdessen sei er er ein Opfer brutaler Polizeigewalt geworden.

Zu dem folgenschweren Vorfall am 12. Februar kam es, weil das Hamburger Mobile Einsatzkommando (MEK) auf der Suche nach einem vorbestraften Zuhälter gewesen war und ihn in dem Wagen vermutete. Doch darin saß David A. (die OZ berichtete). Der Lackierhelfer verlor durch den Kopfschuss ein Auge, lag zehn Tage lang im Koma und befindet sich seither in medizinischer Behandlung.

Der Einsatz der Hamburger Spezialeinheit im Kreis Ludwigslust- Parchim hat ohne Absprache mit der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden. Das MEK forderte keine Amtshilfe an. Der Chef der Elite-Einheit wurde kurz darauf versetzt.

ks

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