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05:38 03.11.2016

250 neue Mitarbeiter in sechs Monaten – das ist das ehrgeizige Ziel der MV Werften. Um es zu erreichen, ist gestern die größte Job-Offensive des Landes gestartet worden: Mit Videos, Anzeigenkampagnen und auf Messen werden Stellen in Wismar, Rostock und Stralsund angeboten. Weitere 200 Jobs gibt es in Wismar. Dort ist gestern ein Tochterunternehmen gegründet worden, das ab 2017 jährlich 7000 Schiffskabinen anfertigen soll. „Dafür brauchen wir schnellstmöglich Mitarbeiter“, betont Personalchef Björn Cleven.

Personal-Chef Björn Cleven Quelle: Dietmar Lilienthal

Das Interesse, beim neuen Werftenverbund anzuheuern, ist schon jetzt riesig: Seit dessen Gründung vor vier Monaten haben sich 1700 Bewerber gemeldet. Alle wollen Kreuzfahrtschiffe bauen. Das Problem: Die meisten möchten in die Produktion. Doch die startet erst Ende 2017. Bis dahin werden die Mega-Bauprojekte vorbereitet. „Deshalb werden im Moment vor allem Ingenieure für Konstruktion und Projektierung sowie Einkäufer gesucht“, berichtet Cleven. Doch genau diese Spezialisten sind bundesweit schwer zu finden. Das bestätigt Reinhard Lüken, Geschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik: „Es wird dauern, bis man genügend Ingenieure rekrutiert hat.“ Personalchef Cleven ist dennoch zuversichtlich. Abwerbungsversuche bei der Konkurrenz schließt er für die Zukunft zwar nicht aus, gegeben habe es sie bisher aber nicht. Denn auch so hätten bereits Mitarbeiter anderer Schiffbaubetriebe den Weg zu den MV Werften gefunden.

Zurzeit arbeiten rund 1500 Mitarbeiter in Rostock, Wismar und Stralsund. 3100 sollen es einmal werden, inklusive 30 Azubis für jeden Standort. „Das muss machbar sein“, sagt Cleven. 2009 sei die Belegschaft immerhin 4000 Mann stark gewesen. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nennt die Übernahme der Werften durch den asiatischen Genting Konzern eine „glückliche Geschichte“. Wegen ausbleibender Aufträge hätten die Betriebe vor einer unsicheren Zukunft gestanden. „Doch jetzt kommt wieder Leben in den Schiffbau“, sagt Glawe und sichert die Unterstützung der Landesregierung zu.

„Das betrifft zum Beispiel die Fortbildung von Beschäftigten, und ich rechne auch damit, dass die eine oder andere Bank bei uns anklopft“, ergänzt der Minister. Die Finanzierung von Schiffen lief in der Vergangenheit in der Regel mit Hilfe von Kreditbürgschaften des Landes. Bei der Pleite der P&S-Werften in Vorpommern blieb das Land jedoch auf einer dreistelligen Millionensumme sitzen.

Im Auftragsbuch der MV Werften stehen bisher 23 Flusskreuzfahrtschiffe, Expeditions-Yachten und Mega-Kreuzliner im Wert von mehreren Milliarden Euro. Außerdem werden etwa 160 Millionen Euro in die Werften investiert.

Kerstin Schröder

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