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MV aktuell MV zahlt eine Million Euro für Missbrauchsopfer
Nachrichten MV aktuell MV zahlt eine Million Euro für Missbrauchsopfer
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00:01 12.09.2016

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) hat die finanzielle Beteiligung des Landes am Hilfsfonds für Opfer sexuellen Missbrauchs in der Familie verteidigt. Als eines von nur drei Bundesländern hatte Mecklenburg-Vorpommern in den Bund-Länder-Fonds eingezahlt. Am Freitag machte das Magazin „Der Spiegel“ publik, dass sich die anderen 13 Länder weigern, sich zu beteiligen, und dem Fonds damit das Geld auszugehen droht.

„Dass wir unseren Beitrag geleistet haben, ist politisch gewollt und durch einen Beschluss des Landtages gestützt“, betonte Hesse. Schon im Frühjahr 2013 habe das Parlament in Schwerin die Landesregierung aufgefordert, sich an den „ergänzenden Hilfen für die Betroffenen“ zu beteiligen. Laut Hesse „ist es von erheblichem gesellschaftlichen Interesse, sich für Menschen einzusetzen, die als Kinder oder Jugendliche von sexueller Gewalt betroffen waren“.

Die Bundesregierung hatte den ergänzenden Hilfsfonds, aus dem psychotherapeutische Behandlungen und Sachleistungen bezahlt werden, 2013 eingerichtet. Er sollte mit 100 Millionen Euro ausgestattet werden, je zur Hälfte von Bund und Ländern. Neben Mecklenburg-Vorpommern, das gut eine Million Euro beisteuerte, zahlten nur noch Bayern und Hessen ein. „Dass die meisten anderen Länder sich anders entschieden haben, bewerte ich nicht“, erklärte Birgit Hesse.

OZ

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