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Mann gesteht Messerattacke

Stralsund Mann gesteht Messerattacke

42-jähriger Greifswalder steht wegen Totschlags vor Gericht

Stralsund. . Im Verfahren um eine tödliche Messerattacke in Greifswald hat der 42-Jährige Angeklagte gestern vor dem Landgericht Stralsund ein Teilgeständnis abgelegt. Der Mann gab an, dass es in der Wohnung seiner verstorbenen Mutter im November 2015 zwischen ihm und seiner 36-jährigen Lebensgefährtin zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Er sagte, dass er sich an die Messerstiche selbst nicht erinnern könne, bot aber der Schwester der Getöteten eine Entschuldigung an. Kein Mensch habe das Recht, einem anderen so weh zu tun, dass er sterbe, sagte er. Die Schwester, die als Nebenklägerin am Verfahren teilnimmt, lehnte eine Entschuldigung ab.

Laut Anklage hatte der Mann am 19. November mit 23 Messerstichen auf seine Bekannte eingestochen und sie gewürgt, nachdem es zu einem Streit gekommen war. Auslöser der Auseinandersetzung war offenbar ein Foto der Ex-Freundin des Angeklagten, das die Bekannte auf dessen Handy entdeckt hatte. Die beiden hatten zuvor gemeinsam Alkohol getrunken. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag vor. Seine Fähigkeit, die Tat einzusehen, sei erheblich eingeschränkt gewesen, sagte der Staatsanwalt. Eine Messung seines Alkoholwerts ergab rund anderthalb Stunden nach der Tat einen Pegel von 2,6 Promille.

Kennengelernt hatte sich das Paar im Mai 2015 bei einer Entziehungskur in einer Greifswalder Einrichtung. „Ich weiß, dass meine Schwester nicht das Leben geführt hat, das sich alle vorstellen“, sagte die Schwester der Getöteten. Aber einer müsse jetzt um sie kämpfen, begründete sie die Nebenklage. Die Getötete hinterlässt zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren. Die Kinder leben jetzt bei ihrem leiblichen Vater.

Laut Anklage hatte der mehrfach vorbestrafte Mann bei der Attacke mit einem Küchenmesser den Herzbeutel, die Lunge und eine Rippe seiner Bekannten durchtrennt. Die Frau starb an dem großen Blutverlust. Nach der Tat rief er über Notruf bei der Polizei an. Auf die Frage des Polizisten, was passiert sei, sagte er. „Ja, ich habe ihr ein Messer reingerammt.“ Das Verfahren soll am 12. April fortgesetzt werden.

OZ

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