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MV aktuell Mehr Angriffe auf Polizisten
Nachrichten MV aktuell Mehr Angriffe auf Polizisten
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00:23 04.05.2018
Polizisten im Visier: Die GdP fordert besseren Schutz. Quelle: Foto: Dpa
Schwerin

Die Hemmschwelle gegenüber Vertretern der Staatsgewalt sinkt: 1476 Beamte aus Polizei und Justiz, Zoll oder Mitarbeiter von Rettungsdiensten sind im Vorjahr in MV im Einsatz attackiert worden. Allein bei der Polizei habe Gewalt gegen Beamte zu 750 Fehltagen geführt, teilt das Innenministerium mit.

„Die Polizisten unseres Landes sind zunehmend Angriffen ausgesetzt“, erklärt Matthias Manthei (BMV), der die Zahlen mit einer Anfrage im Landtag ans Licht brachte. „Es wird längst nicht nur gepöbelt.“ Laut Ministerium wurden 24 Polizisten derart schwer angegriffen, dass sie dienstunfähig waren. Manthei: „Diese Gewalttätigkeit gegenüber unseren Polizisten ist erschreckend. Der Staat muss sein Gewaltmonopol durchsetzen. Es sind alle rechtsstaatlichen Möglichkeiten auszunutzen, um die Täter zu bestrafen“, so Manthei. Die Angriffe gegen fast 1500 Beamte oder Rettungskräfte –

226 Frauen, 1250 Männer – seien nicht hinnehmbar.

Das sieht man im Innenministerium ähnlich. Denn Angriffe auf Polizisten nähmen weiter zu, heißt es auf OZ-Anfrage. Zählte man 2015 noch 419 Fälle von Widerstand gegen die Polizei, sei die Zahl 2016 auf 485 und in 2017 sogar auf 500 gestiegen. Ein ähnlicher Trend zeichne sich bei Körperverletzungen ab: In 109 Fällen kamen Polizisten 2017 zu Schaden, zwei Jahre zuvor waren es 85. In Teilen der Gesellschaft seien eine „zunehmende Respektlosigkeit und ein Absinken der Gewalthemmschwelle zu beobachten“, so Ministeriumssprecher Michael Teich. Auftritte der Polizei würden zunehmend als „staatliche Gängelei“ wahrgenommen“ und mündeten in Angriffe gegen Beamte. Diese „zunehmende Verrohung“ sei ein Problem. Daher begrüße das Ministerium, dass die Politik Staatsdiener per Gesetz besser schützen will.

Auch die Härte der Angriffe gegen Beamte nehme zu, erklärt Christian Schumacher, Kopf der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in MV. „Waren es früher Rempler und Schubser, kommen heute Fäuste und Messer ins Spiel.“ Daher fordere die GdP: bessere Ausbildung der Polizisten für die neue Lage und mehr Schutzausrüstung im Land.

fp

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