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Mehr Waffen in MV

Schwerin Mehr Waffen in MV

Zahl der Besitzer steigt stark an / AfD-Mann sieht Verunsicherung als Ursache

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Ralph Weber, AfD-Abgeordneter im Landtag

Quelle: Foto: Dpa

Schwerin. Immer mehr Menschen in MV setzen auf Waffen in den eigenen vier Wänden. Die Zahl der Genehmigungen für Waffenbesitz haben sich zuletzt stark erhöht. Gaben die Waffenbehörden 2014 noch 1010 Mal grünes Licht, stieg die Zahl 2015 auf 1205, 2016 sogar auf 2856. Im Vorjahr wurde landesweit 2373 Mal Waffenbesitz genehmigt. Grundlage ist Paragraf 10 des Waffengesetzes. Dies geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage von Ralph Weber (AfD) im Landtag hervor.

„Die gestiegene Zahl der beantragten Waffenscheine spiegelt die Sorge der Bürger um ihre Sicherheit wider“, schlussfolgert Weber. Für ihn sei dies ein klares Signal, dass die Landesregierung die Polizei besser ausstatten sollte und flächendeckende Grenzkontrollen nötig seien. Eine Ursache für wachsende Unsicherheit sehe er auch in der Zahl von „Flüchtlingen und Geduldeten“, so Weber. Der Staat müsse Vergehen härter bestrafen. In Statistiken nahm der Anteil von Kriminalität durch Zuwanderer zuletzt zu. Laut Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gingen 2016 fünf Prozent der Straftaten auf deren Konto – oft untereinander – , bei Sexualdelikten seien es 7,7 Prozent. Die Zahl der Straftaten insgesamt hatte sich landesweit um fast fünf Prozent auf gut 123000 erhöht. Auch die Zahl der Waffenbesitzer ist stark gestiegen. Allein 25650 Standard-Waffenbesitzkarten seien Ende 2017 registriert worden, heißt es auf OZ-Anfrage aus dem Innenministerium. Der Kleine Waffenschein, der zum Besitz von Schreckschuss- oder Signalwaffen berechtigt, erlebte einen wahren Boom: Von 2014 bis heute habe sich die Anzahl auf 6906 mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung werde mit Sorge betrachtet, so Ministeriumssprecher Michael Teich. „Sicherheit sollte nicht mit der eigenen Bewaffnung gesucht werden.“

47 Mal haben Behörden seit 2014 wegen Verstößen Verfahren auf Entzug der Wassenbesitzerlaubnis eingeleitet. AfD-Mann Weber fordert regelmäßigere Kontrollen. Gradmesser müssten „persönliche Verdachtsmomente“ oder Profile von Tätergruppen sein. Weber nennt die sogenannten Reichsbürger oder Gewalttäter als Beispiele. Kontrollen ohne vorherigen Verdacht lehne er als „eines Rechtsstaates unwürdig ab“. Damit reagiert Weber auf die Zahl von Kontrollen, die Behörden – ohne Verdacht – bei Waffenbesitzern in MV durchführten: Zwischen 2014 und 2017 schwankte diese zwischen etwa 5100 und 6500 jährlich – Tendenz sinkend. Innenminister Caffier hat im Vorjahr angeordnet, den „Reichsbürgern“ die Waffen abzunehmen.

fp

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