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Mehr als eine Million Besucher: Rostock feiert wieder Hanse Sail

Rostock Mehr als eine Million Besucher: Rostock feiert wieder Hanse Sail

Morgen beginnt das größte maritime Volksfest in Mecklenburg-Vorpommern / Vier Tage lang sind 180 Schiffe zu bestaunen / Riesige Vergnügungsmeile an Land

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Tolle Aussichten: Traditionssegler im Stadthafen von Rostock. Vom 11. bis 14. August werden bei der inzwischen 26. Hanse Sail mehr als eine Million Besucher erwartet.

Quelle: Archiv Hanse Sail Rostock

Rostock. Priwjet! Salut! Hallo! Kapitäne und Crews aus zehn Ländern haben in den vergangenen Tagen mit ihren Schiffen Kurs auf die Hanse Sail in Rostock genommen.

OZ-Bild

Morgen beginnt das größte maritime Volksfest in Mecklenburg-Vorpommern / Vier Tage lang sind 180 Schiffe zu bestaunen / Riesige Vergnügungsmeile an Land

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Einige sind noch unterwegs, doch die Kaikanten füllen sich. Spätestens morgen Abend sollten alle 180 großen und kleinen Segler, Yachten und Traditionsschiffe eingetroffen sein. Dann wird das größte maritime Volksfest in Mecklenburg-Vorpommern mit Glockenläuten eröffnet. „Die große internationale Beteiligung zeigt, dass die Hanse Sail als Imageträgerin über Deutschland hinaus funktioniert und weltweit für Rostock als Tourismusziel wirbt“, sagt Matthias Fromm, Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde.

Bis Sonntag werden mehr als eine Million Besucher erwartet. Sie und die Schiffscrews kurbeln die Wirtschaft kräftig an. Vor allem das Gastgewerbe, der Einzelhandel und verschiedene Dienstleistungssektoren profitieren. Die geschätzten Mehreinnahmen für die Privatwirtschaft belaufen sich pro Jahr auf rund 50 Millionen Euro. Außerdem, ergänzt Matthias Fromm, würden Menschen unterschiedlicher Nationalität und Kultur zusammengebracht und maritime Traditionen erhalten.

„Am schönsten finde ich die alten Museumsschiffe“, sagt Jasmin Fröhlich. Die 28-Jährige aus Halle (Sachsen-Anhalt) ist das dritte Mal zur Sail angereist. Denn: „Schiffe gucken macht Spaß.“

Neben den bekannten russischen Windjammern „Kruzenshtern“ und „Sedov“ sind einige Jubilare und Premierengäste in Rostock. Dazu zählen die „Baltic Star“ aus Polen, die japanischen Fregatten „Asagiri“ und „Setoyuki“ sowie der Fairtransport-Segler „Avontuur“, der unter der Flagge Vanuatus – einem Inselstaat im Südpazifik – fährt. Auch einige Hundertjährige passieren die Warnow: der deutsche Logger „Ryvar“, der niederländische Toppsegelschoner „Mare Frisium“ und der schwedische Schoner „Helene“.

So facettenreich wie die Schiffe sind die Möglichkeiten, sie zu bestaunen. Die reichen vom einfachen Vorbeiflanieren bis hin zu einem Blick von oben aus dem Heißluftballon. Viele Boote nehmen auch neugierige Landratten mit hinaus aufs Meer. Etwa 30000 Sail-Besucher gehen in diesem Jahr an Bord – für ein Abenteuer unter Segeln.

Natürlich gehört zur mittlerweile 26. Auflage der Hanse Sail wieder eine riesige Vergnügungsmeile an Land. Die erstreckt sich über 4,5 Kilometer im Rostocker Stadthafen und im Ostseebad Warnemünde – mit rund 400 Ständen und fast 60 Fahrgeschäften. Außerdem zeigen mehrere Märkte das Leben in der Hansezeit oder bei den Piraten. Auch Musikliebhaber kommen auf ihre Kosten. Auf zehn Bühnen gibt es jeden Tag Pop, Rock, Jazz und Shantys zu hören. Höhepunkt am Sonnabend ist das Feuerwerk, das ab 22.40 Uhr den Nachthimmel erleuchtet – im Rostocker Stadthafen und in Warnemünde.

Partnerland ist nach 2005 zum zweiten Mal Polen. Die Republik schickt ihr Segelschulschiff „Dar Mlodziezy“ als Botschafter nach Warnemünde. „Traditionen in der Seefahrt werden auch bei unseren Nachbarn groß geschrieben“, sagt Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Seine Stadt sei mit Szczecin seit 1957 partnerschaftlich verbunden. Es war die erste Städtepartnerschaft zwischen Polen und Deutschland und ist auch Rostocks älteste.

Sponsoren und Stadt geben Geld

1,5 Millionen Euro – so viel Geld ist nötig, um die Hanse Sail zu organisieren und dafür national und international zu werben. Stadt und Sponsoren unterstützt das Ereignis, das seit 1991 stattfindet. Im Unterschied zur Warnemünder Woche und Kieler Woche finden bei der Hanse Sail keine Regatten in den olympischen Bootsklassen statt.

Kerstin Schröder

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