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MV aktuell Mehr junge Fahrer sterben auf Straßen von MV
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00:01 27.04.2016
Unfallstelle auf der Autobahn 24 in der Nähe von Wittenburg im September 2015. Die Zahl der Unfälle ist in MV wieder gestiegen. Quelle: Jens Büttner/dpa

Schwerin Auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen hat es erstmals seit vielen Jahren wieder mehr Unfälle gegeben. 2015 gab es landesweit 56 077 Verkehrsunfälle, wie aus der gestern vorgestellten Unfallstatistik hervorgeht. Das waren 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr, als mit gut 53 000 Fällen der bisher niedrigste Stand erreicht wurde. Auch die Zahl der Verletzten stieg um 6,8 Prozent auf etwa 7000. In beiden Fällen lag der Zuwachs deutlich über dem Bundesdurchschnitt. „Das kann für uns natürlich nicht zufriedenstellend sein“, sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Die Ergebnisse seien „leider nicht gut“.

Auch die Zahl der Verkehrstoten stieg leicht an. So verloren im Vorjahr im Nordosten 93 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Das war einer mehr als 2014. Auffallend ist vor allem der Anteil junger Unfallopfer: So starben im Vorjahr neun Kraftfahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren und damit 50 Prozent mehr als 2014. Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle war nach dem Höchststand von 1991 mit 624 kontinuierlich gesunken und hatte 2013 mit 80 Verkehrstoten ihren bisherigen Tiefststand erreicht. Seither gehen die Zahlen wieder nach oben. Jeder Vierte starb 2015 nach einer Kollision mit einem Baum.

Bezogen auf die Bevölkerungszahl liegt MV mit 58 Verkehrstoten je eine Million Einwohner auf dem viertletzten Platz. Schlusslicht ist Brandenburg mit 73 Getöteten. Schleswig-Holstein verzeichnete dagegen nur 38 Unfalltote und gehörte damit zu den drei sichersten Bundesländern. „Mit insgesamt 35 Prozent weniger Verkehrstoten als noch im Jahr 2011 lässt sich dennoch sagen, dass die auf lange Sicht ausgelegte Unfallprävention erfolgreich verläuft“, sagte Caffier.

Als Haupt-Unfallverursacher gelten die 25- bis 34-Jährigen. Die Altersklasse der 18- bis 24-Jährigen, die noch 2011 die Rangliste anführte, rangiert inzwischen hinter den über 65-Jährigen auf Rang drei. Neben der demografischen Entwicklung sieht Caffier die Verkehrserziehung und den Führerschein mit 17 als Hauptgründe für diese Entwicklung. Der Minister trat Forderungen entgegen, ältere Fahrer generell einer Fahrtauglichkeitsprüfung zu unterziehen: „Verkehrsteilnehmer über 65 sind wesentlich weniger in Unfälle verwickelt, als es nach deren Anteil an der Bevölkerung zu erwarten wäre.“

OZ

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