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Messerstecher verurteilt Landgericht Rostock: 48-jähriger Täter muss siebeneinhalb Jahre in Haft

Rostock Messerstecher verurteilt Landgericht Rostock: 48-jähriger Täter muss siebeneinhalb Jahre in Haft

Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung muss ein 48-Jähriger für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis.

Rostock. Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung muss ein 48-Jähriger für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Richter der Großen Strafkammer am Landgericht Rostock sahen es gestern als erwiesen an, dass er im März in das Haus eines Bauunternehmers eingedrungen war und ihm mehrfach mit einem Messer in den Bauch gestochen hatte. Dabei erlitt das Opfer schwere innere Verletzungen. Strafschärfend wurde gewertet, dass der Täter keine echte Reue gezeigt habe. Erst am vorletzten Verhandlungstag hatte er die Tat schriftlich eingeräumt. Hintergrund der Tat war ein Streit um die Bezahlung von Bauleistungen.

 

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Der Verurteilte verbirgt sein Gesicht hinter einem Buch. FOTO: OVE ARSCHOLL

Weil der Schlüssel von außen in der Haustür steckte, konnte der Täter ins Haus gelangen, hieß es in der Urteilsverkündung. In der Küche griff der Verurteilte sein Opfer an und fing an, auf den Mann einzustechen. Auch als der Verletzte aus seinem Haus floh, verfolgte der Täter ihn und stach weiter auf ihn ein. Selbst als das Opfer sich erneut ins Haus retten wollte, ließ er nicht ab. Auch deshalb ging das Gericht davon aus, dass der Mann sein Opfer umbringen wollte, was dieser jedoch zurückwies. Ein Sachverständiger hatte im Prozess eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten durch Alkohol oder eine psychische Krankheit ausgeschlossen. Das Opfer leidet nach eigenen Angaben noch heute unter Verdauungsproblemen und psychischen Folgen des Angriffs. Auch die Ehefrau, die Zeugin des Angriffs war, berichtete von psychischen Beeinträchtigungen.

Das Gericht lag mit seinem Urteil deutlich über der Forderung der Staatsanwaltschaft, die sechs Jahre Haft gefordert hatte. Das Opfer, das als Nebenkläger auftrat, hatte acht Jahre Haft gefordert.

Die Verteidigung hatte dagegen für eine Bewährungsstrafe plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Binnen einer Woche kann Revision eingelegt werden.

OZ

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