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Messerstecher voll schuldfähig

Messerstecher voll schuldfähig

Attentäter tötete Neubrandenburger in Hamburg und verletzte fünf Menschen

Hamburg/Neubrandenburg Voll schuldfähig – so schätzt ein psychiatrischer Gutachter den islamistisch motivierten Messerstecher von Hamburg-Barmbek ein. „Es liegt keine die Schuldfähigkeit beeinträchtigende Störung vor“, sagte Prof. Norbert Leygraf gestern im Prozess vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Ahmad A. (27) leide weder an einer psychischen Erkrankung noch habe er bei seiner Tat am 28. Juli 2017 unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gestanden. Er tötete einen Mann, der aus Neubrandenburg stammte, und verletzte fünf Menschen. Bei einer Haaranalyse hatte das Institut für Rechtsmedizin nur geringe Rückstände des Cannabis-Wirkstoffes THC gefunden. Der Angeklagte hatte gestanden, in einer Edeka-Filiale einen Mann erstochen und fünf weitere Menschen verletzt zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Palästinenser aus Gaza Mord, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Der Angeklagte habe die Menschen nur in wahre Gläubige und Heuchler unterteilt. Letztere habe er als „Hunde“ tituliert.

Das Gericht schaute sich gestern Videoaufnahmen aus Überwachungskameras an. Danach dauerte das Geschehen im Edeka-Markt nur 46 Sekunden. 14 brauchte Ahmad A., um sich das Messer aus einem Regal zu holen, und 4, um die Schutzhülle abzuziehen. Dann stach er in 10 Sekunden viermal auf sein erstes Opfer ein. Der 50-Jährige aus MV, der schon lange in Hamburg lebte, hatte keine Chance. Die Familie aus Neubrandenburg tritt als Nebenkläger auf.

Zwei der Stiche in die Brust- und Bauchhöhle, 18 und 21 Zentimeter tief, seien absolut tödlich für das Opfer gewesen, so der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, Prof.

Klaus Püschel. Der Täter müsse das Messer bis zum Heft in den Körper des Mannes „hineingerammt“ haben. Der 50-Jährige verblutete.

Der Prozess soll am 19. Februar mit den Plädoyers fortgesetzt werden, das Gericht will sein Urteil am 1. März verkünden.. Sprengel

B

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