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MV aktuell Metropolregion Stettin: Auf deutscher Seite hakt es
Nachrichten MV aktuell Metropolregion Stettin: Auf deutscher Seite hakt es
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00:01 27.04.2017

Die geplante Metropolregion Stettin (Szczecin) braucht nach Ansicht der Neubrandenburger IHK festere Strukturen. „Wir müssen jetzt auf deutscher Seite dafür sorgen“, sagte gestern IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch in Neubrandenburg. Auf polnischer Seite gebe es einen Förderverein, dem man aus Rechtsgründen aber nicht beitreten könne. Vom Status  Metropolregion wie Hamburg und Berlin, für den Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) oft wirbt, erhofft sich die Grenzregion mit rund 1,2 Millionen Einwohnern wirtschaftlichen Aufschwung.

„Das bezieht sich nicht nur auf Wirtschaft“, sagte Haasch. Auch schulische Entwicklung, Gesundheit, Fachkräfte und Verkehr seien wichtige Themen auf beiden Seiten. Fachleute sehen die Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern Stettin, die mit rund 410 000 Einwohnern doppelt so groß wie Rostock ist, samt Hafen als Wachstumsmotor.

In das Straßennetz sollen laut Straßenbauamt Neustrelitz bis 2020 auf beiden Seiten rund 30 Millionen Euro in 19 Vorhaben fließen, wenn das Geld aus Brüssel rechtzeitig kommt. So finanziere das Land den Ausbau der L 31 in Grambin (Vorpommern-Greifswald) vor. Etwa eine Million Euro werden investiert. Auch andere Projektträger beklagen, dass die EU-Förderperiode zwar 2014 angelaufen sei, aber bisher kaum Mittel geflossen seien.

Grenzübergreifend soll ein 1,5 Kilometer langer Abschnitt zwischen dem Ostseebad Ahlbeck und Swinemünde (Swinoujscie) ausgebaut werden.

Seit Wegfall der Grenzkontrollen haben sich rund 5000 Polen in Vorpommern-Greifswald – um Löcknitz, auf Usedom und in Greifswald – niedergelassen. Für ein Sprachprojekt wird derzeit an 24 Kitas und Schulen in Stettin, auf deutscher Seite an 28 Schulen und Kitas in Vorpommern-Greifswald und im Amt Gramzow in der Uckermark geworben.

Winfried Wagner

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