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MV aktuell Mietpreisbremse für Städte und Ostseebäder
Nachrichten MV aktuell Mietpreisbremse für Städte und Ostseebäder
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00:00 22.03.2014
Christian Rudolph, Mieterverband MV Quelle: Frank Schlößer
Rostock

Wohnungen werden nicht nur in München teurer, auch in Mecklenburg-Vorpommern. Unter anderem steht Rostock auf der Liste der größten Preistreiber. Der Mieterbund MV begrüßt deshalb den von der Großen Koalition vorgelegten Entwurf zur Mietpreisbremse. „Wir unterstützen alles, was den Anstieg dämpft“, sagt Geschäftsführer Christian Rudolph. In Rostock seien die Mieten in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 10,2 Prozent gestiegen, auch in Greifswald. „Dort drängen vor allem die Studenten auf den Wohnungsmarkt“, berichtet Rudolph. Auch in den Ostseebädern würden die Mieten rasant steigen. „Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, eine Verordnung für besonders stark betroffene Wohngebiete zu erarbeiten“, sagt Rudolph. Denn: Die Mietpreisbremse gilt nicht überall. In welchen Regionen sie angewendet wird, sollen die Bundesländer festlegen. Sie sollen für jeweils fünf Jahre „Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten“ ausweisen.

Welche das in Mecklenburg-Vorpommern sein könnten, darüber hat sich das Wirtschaftsministerium noch keine Gedanken gemacht. Grund: Es sei erst ein Entwurf und noch kein Gesetz. „Wir müssen das Ergebnis eines Gesetzgebungsverfahrens abwarten und dann die Rechtslage prüfen“, sagt Ministeriumssprecher Gunnar Bauer.

Wie der Geschäftsführer des Mieterverbandes informiert, würden die Preise vor allem in Rostock-Warnemünde und in der Rostocker Innenstadt ungebremst nach oben schießen. Hier sei die Nachfrage nach Wohnungen besonders groß. Gut sei, dass sich ungefähr 50 Prozent des Wohnungsbestandes in kommunaler oder genossenschaftlicher Hand befinden. Und die würden ihre Mieten moderater anheben als private Eigentümer.

Der Eigentümerverband Haus & Grund kritisiert, dass den Vermietern die finanzielle Grundlage für Investitionen genommen wird, mit denen sie ihren Wohnungsbestand erhalten und modernisieren. Dadurch werde es für die Mieter nicht leichter, angemessenen, bezahlbaren Wohnraum zu finden. „Und der gute Bestand in Deutschland wird verkommen“, befürchtet Verbandspräsident Rolf Kornemann.

Die Mietpreisbremse gilt nur für Wiedervermietungen. Wird eine Wohnung nach dem Auszug neu vermietet, darf der Vermieter künftig höchstens zehn Prozent mehr als die ortsübliche Miete verlangen. Die geplante Reform soll den Mietern bundesweit eine Ersparnis von 854,2 Millionen Euro jährlich einbringen. Für Vermieter entstehen jährliche Mehrkosten von 520,9 Millionen Euro. ks



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