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MV aktuell Millionen-Gebühren: Banken brachen P+S-Werften das Genick
Nachrichten MV aktuell Millionen-Gebühren: Banken brachen P+S-Werften das Genick
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12:30 25.03.2014
Martin Hammer fand deutliche Worte. Laut seinen Aussagen ließ sich das Land von den Geldinstituten vorführen. Quelle: Cornelius Kettler
Schwerin

Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik: Egal wie negativ die Zeugen-Aussagen vor dem Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Millionen-Pleite der P+S-Werften auch ausfallen mögen, die Haltung der Obleute der rot-schwarzen Landesregierung ist immer die gleiche: „Wir haben alles richtig gemacht.“ Vermutlich könnte man Stefanie Drese (SPD) und Wolfgang Waldmüller (CDU) nachts wecken, sie würden selbst dann noch wie auf Knopfdruck zu Protokoll geben: „Ende 2009 waren die Werften sanierungsfähig.“

Damit aber geben beide allenfalls die halbe Wahrheit wieder. Gewohnt deutliche Worte fand gestern im Landtag Ex-Chefsanierer Martin Hammer, der erneut als Zeuge auftrat. Hammer hielt den Banken und der Landesregierung den Spiegel vor. Demnach waren die Werften im Dezember 2009 zwar sanierungsfähig. Allerdings nur deshalb, weil „Experten“ der Hamburger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG schlicht vergessen hätten, 108 Millionen Euro an Gebühren und Zinsen in ihre Berechnungen einzupreisen.

Geld, das den Werften später fehlen sollte. „Diese zusätzlichen Belastungen waren so hoch, dass ich Ende Januar 2010 das Handtuch geworfen habe“, erklärte Hammer. Worte, die Drese und Waldmüller sicher nicht gern gehört haben.



OZ

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