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Millionen für Wohnzuschüsse

Schwerin Millionen für Wohnzuschüsse

Gemeinden in MV mussten 224,8 Millionen Euro aufbringen

Schwerin. Die Kommunen in MV geben für die Wohnkosten bedürftiger Menschen trotz gestiegener Bundeszuschüsse weiterhin dreistellige Millionensummen aus. Im vergangenen Jahr mussten sie für die Kosten der Unterkunft von Hartz-IV-Empfängern 224,8 Millionen Euro aufbringen. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die gestern veröffentlicht wurde. Der Bund schoss noch einmal 129 Millionen Euro zu. Dies entspricht 37,8 Prozent der Gesamtkosten. Für Rentner mit Grundsicherung und erwerbsgeminderte Menschen bezahlte der Bund weitere 112,4 Millionen Euro Wohnkosten. Außerdem wurden 40,2 Millionen Euro Wohngeld an etwa 26 000 Haushalte im Land ausgezahlt. Es wird je zur Hälfte von Bund und Land getragen. Die wohnungsbaupolitische Sprecherin der Linke-Fraktion im Landtag, Eva-Maria Kröger, zeigte sich betroffen angesichts der „riesigen Summen“. Es zeige sich, dass in MV sehr viele Menschen ihre Wohnkosten nicht allein tragen könnten und Unterstützung brauchten. Nach wie vor müssten die Kommunen den Hauptanteil der Kosten schultern. Kröger forderte, dass die Kosten der Unterkunft vollständig vom Bund übernommen werden, da die Kommunen mit den Sozialausgaben zunehmend überfordert seien.

OZ

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