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MV aktuell Missbrauch in der Kirche:  Minister fordern Konsequenzen
Nachrichten MV aktuell Missbrauch in der Kirche:  Minister fordern Konsequenzen
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00:00 28.09.2018

Schwerin. Nach Bekanntwerden des Ausmaßes von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche hat Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) Konsequenzen gefordert. Die Kirche müsse konkrete Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einleiten, forderte sie in Schwerin. „Strukturen, die den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen begünstigen, müssen aufgebrochen und flächendeckende Präventionskonzepte entwickelt werden, die dann auch konsequent umzusetzen sind.“ Die für Kirchenfragen zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) betonte: „Die bereits begonnene Arbeit zur Prävention im Erzbistum Hamburg sowie im Erzbistum Berlin ist konsequent fortzusetzen.“

Mecklenburg-Vorpommerns

Justizministerin

Katy Hoffmeister (CDU) FOTO: JENS BÜTTNER/DPA

Eine Studie hatte den massiven sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Kleriker in den vergangenen Jahrzehnten detailliert belegt. Zwischen 1946 und 2014 sollen demnach mindestens 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige missbraucht haben. In Mecklenburg und Vorpommern sei die Zahl der Missbrauchsfälle überproportional hoch, sagte Drese. „Vielen Kindern und Jugendlichen wurde unendliches Leid angetan. Umso schlimmer ist es, dass der Leiter der Studie von einer Spitze des Eisbergs spricht und davon, dass Missbrauch in der Katholischen Kirche weiterhin anhält.“ Beide Ministerinnen forderten vollständige Aufklärung. Hoffmeister sagte: „Der deutschlandweiten Studie hat regionale Aufklärung transparent zu folgen.“ Drese verlangte die sofortige Meldung von Verdachtsfällen an die Staatsanwaltschaft. „Es muss endlich Schluss damit sein, dass der Schutz von Institution und Beschuldigten Vorrang vor den Interessen der Opfer hat“, sagte sie. Drese begrüßte, dass die katholische Gemeinde in Neubrandenburg eine Expertenkommission einsetzen will. „Das wäre ein Weg auch für andere katholische Gemeinden“, sagte sie.

Hoffmeister sagte, der Erzbischof des Erzbistums Hamburg, Stefan Heße, habe ihr versichert, dass die Aufklärung der nachgewiesenen Taten und der Verdachtsfälle mit Nachdruck vorangetrieben werde, vor allem auch was die Fälle in MV angeht. Iris Leithold

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