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Mit 80 Jahren durch den Rügischen Bodden

Bergen Mit 80 Jahren durch den Rügischen Bodden

Elisabeth Buhl aus Bergen startet morgen bereits zum 18. Mal beim traditionellen Vilmschwimmen

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Elisabeth Buhl (80) zeigt stolz ihre Plaketten vom Vilmschwimmen.

Quelle: Ch. Rödel

Bergen. Erst mit 12 Jahren hat Elisabeth Buhl ihre ersten Schwimmversuche unternommen, ein Jahr später bekam sie ihr „Freischwimmerzeugnis“ – das war 1948 in einem kleinen Freibad bei Torgau (Sachsen). Morgen geht die heute 80-Jährige aus Bergen auf Rügen beim 18. Vilmschwimmen an den Start, das um 11.15 Uhr auf der Insel Vilm startet und über 2,5 Kilometer durch den Rügischen Bodden bis nach Lauterbach auf Rügen führt. Damit hat sie – ohne Unterbrechung – jedes Vilmschwimmen als Aktive miterlebt. „Hoffentlich ist das Wasser nicht zu kalt, denn diese kühlen, verregneten Sommertage dürften die Temperaturen des Boddens ziemlich niedrig gehalten haben“, sagt die Bergenerin, die sich in dieser Woche fast täglich auf Ummanz mit ein paar Trainingsstunden auf diesen Wettbewerb vorbereitet hat. „Mein Mann und ich haben dort ein Boot liegen, von dem aus ich meine Schwimmrunden im Kubitzer Bodden absolviere“, erzählt sie.

Mit dem Langstrecken-Schwimmen habe sie 1957 angefangen und verrät: „Das war illegal, und ein Schiffsführer hat mir damals sogar mit erhobenem Zeigerfinger gedroht, als ich durch die Fahrrinne zwischen Stralsund und Altefähr geschwommen bin“. Von ihrer damaligen Arbeitsstätte, dem Krankenhaus am Sund, habe sie des Öfteren rüber nach Altefähr geschaut. „Dabei habe ich gedacht: ,Das müsste ich doch mal ausprobieren, ob das zu schaffen ist.’“ Das Abitur in der Tasche und ihre Ausbildung zur Krankenschwester fast beendet, ließ sie sich auf das nicht ganz ungefährliche Abenteuer ein.

Während des späteren Medizin-Studiums in Greifswald und der ersten Berufsjahre auf Rügen blieb Elisabeth Buhl nicht viel Zeit zum Schwimmen. Sie brachte drei Söhne auf die Welt. Erst im Jahr 1982 schwamm sie wieder von Altefähr nach Stralsund. Dieses Mal legal. „Es war ein schönes Gefühl, die Strecke beim Sundschwimmen ohne Muskelkater zu schaffen“, erinnert sie sich und betont, dass sie in diesem Jahr wieder dabei gewesen und so herzlich im Ziel begrüßt worden sei.

Gewiss wird sie morgen wieder von ihrer Großfamilie, Bekannten und Zuschauern bejubelt. Elisabeth Buhl hat zehn Enkel und einen Urenkel. Noch heute gratulieren jedes Jahr beim Vilmschwimmen viele ehemalige Patienten der einstigen Ärztin, die bis 2003 eine Praxis im Sana-Krankenhaus Bergen betrieb. Christian Rödel

• www.vilmschwimmen.de

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