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MV aktuell Müssen kleine Kliniken in MV weiter abspecken?
Nachrichten MV aktuell Müssen kleine Kliniken in MV weiter abspecken?
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06:46 02.01.2018
Ein Schild im Rostocker Klinikum Südstadt zeigt den Weg zur Fachambulanz Rheumatologie. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock/Schwerin

Grundversorgung in der Fläche und wenige, spezialisierte Klinikzentren: Mit dieser Ausrichtung sollte sich Mecklenburg-Vorpommerns Krankenhaus-Struktur nach Auffassung von Rostocks Gesundheitssenator Steffen Bockhahn für die Zukunft rüsten. Kleine Krankenhäuser sollten sich „vielleicht auf eine Spezialdisziplin konzentrieren, vor allem aber in der Notfall-Chirurgie, bei Schlaganfällen und Herzinfarkten einsatzbereit sein“, sagt Bockhahn. Qualitativ könne die Versorgung dadurch sogar besser werden, meint der Linke-Politiker. Außerdem würde die Region damit den auf Bundesebene ausgehandelten Vorgaben und Qualitätskriterien im Gesundheitswesen besser gerecht. In MV gibt es derzeit 37 Krankenhäuser.

Das Schweriner Gesundheitsministerium hält sich zur Umsetzung der Vorgaben bedeckt. Minister Harry Glawe (CDU) bekräftigte auf OZ-Anfrage: „Wir haben nicht die Absicht, Kliniken zu schließen.“ Im Land würden „Lösungen erarbeitet, dass die medizinische Qualität gehalten wird“. Aber: Es werde „landesspezifisch geprüft, welche der zentralen Vorgaben übernommen und wo zur Sicherung der flächendeckenden Versorgung Abweichungen zugelassen werden könnten“, sagt Ministeriumssprecher Gunnar Bauer. Ob kleine Kliniken Fachabteilungen verlieren, sei bisher völlig offen.

Elke Ehlers

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