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MV aktuell Murren an der CDU-Basis
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00:05 25.02.2017
CDU-Mitglied Philipp Amthor (24) Quelle: Foto: Dpa

/Sparow. Ein Kräftemessen wird heute bei der Aufstellung der CDU-Landesliste für die Bundestagswahl in Stralsund erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Haushaltsexperte Eckhardt Rehberg gelten auf den Plätzen eins und zwei als gesetzt. Widerstand regt sich jedoch gegen den Vorschlag des CDU-Landesvorstandes ab Platz drei. Die Parteispitze votiert für Dietrich Monstadt (Schwerin), Karin Strenz (Parchim) und Peter Stein (Rostock).

Damit stünden wieder dieselben Leute auf den ersten Plätzen wie bei der vergangenen Wahl. „Von Erneuerungsprozess keine Spur“, moniert ein CDU-Mitglied. Gerade aber der werde gefordert nach dem schlechten Abschneiden der Partei mit nur 19 Prozent zur Landtagswahl. Gerechnet wird damit, dass Philipp Amthor (24), Student aus Greifswald und Mitbegründer des „Konservativen Kreises“ in der CDU, ab Platz drei den Hut in den Ring wirft. Die Kreisverbände Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte und die Junge Union haben ihn nominiert. Mit diesem Auftrag müsse er ja irgendwie „umgehen“, sagt Amthor.

Der CDU-Landesvorstand hat Amthors Bewerbung um Platz drei nach OZ-Informationen dagegen durchgereicht. Von einer „Klatsche“ ist die Rede. Das wiederum sorgt für Missmut an der Basis in Vorpommern.

Käme es zur Umsetzung der Liste des Landesvorstandes, wäre außer Merkel niemand aus dem Osten des Landes unter den ersten fünf, heißt es. Vieles scheint möglich. Monstadt und Strenz seien in der Landes-CDU „wenig beliebt“, sagt ein führendes Parteimitglied.

CDU-Landeschef Lorenz Caffier reagiert moderat auf Kritik: Jeder CDU-Vertreter habe auf der Delegiertenkonferenz heute die Möglichkeit, „Vorschläge bis zur endgültigen Abstimmung einzubringen“. Der Landesvorstand sei laut Satzung „gehalten“, zuvor eine Vorschlagsliste aufzustellen. Dass Monstadt dabei auf Platz drei kam, „entspricht im Übrigen den Vorschlägen der Mehrheit der CDU-Kreisverbände“, so Caffier.

Auch die AfD stellt am Wochenende die Landesliste zur Bundestagswahl auf. Treffpunkt: Sonntag in Sparow, Seenplatte. Eine Vorschlagsliste des Vorstandes gebe es nicht, sagt Landessprecher Leif-Erik Holm. „Wir sind da demokratisch“, fügt er mit einem Augenzwinkern in Richtung CDU hinzu. Gut ein Dutzend Bewerber gebe es für die Liste, über die AfD-Mitglieder nach Stimmenanteil der Partei in den Bundestag einziehen könnten. Holm bewirbt sich um Platz eins, Enrico Komning (Neubrandenburg) um Platz zwei. Weiter im Rennen um vordere Plätze seien Ulrike Schielke-Ziesing (Neubrandenburg) und Christoph Grimm (Damshagen). Frank Pubantz

OZ

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