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MV aktuell NPD-Politiker Petereit selbst schrieb „Dank an NSU“
Nachrichten MV aktuell NPD-Politiker Petereit selbst schrieb „Dank an NSU“
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00:00 14.07.2016

. Der NPD-Landtagsabgeordnete David Petereit aus Mecklenburg-Vorpommern hat im NSU-Prozess eingeräumt, für einen Dankestext „an den NSU“ in einer Szenezeitschrift im Jahr 2002 verantwortlich gewesen zu sein. „Ich gehe davon aus, dass ich das alles da reingesetzt habe“, sagte er gestern als Zeuge vor dem Münchner Oberlandesgericht.

Der NPD-Abgeordneter David Petereit Quelle: Jens Büttner/dpa

In der Szenezeitschrift hieß es: „Vielen Dank an den NSU – es hat Früchte getragen. Der Kampf geht weiter.“

Er habe das Heft mit dem Titel „Der weiße Wolf“ allein produziert und keine Mitarbeiter gehabt. Bislang hatte der NPD-Politiker behauptet, erst später – also nach Abdruck des Grußes an den NSU – das Blatt übernommen zu haben. Ansonsten machte Petereit mehrfach Gedächtnislücken geltend. So erinnere er sich auch nicht an einen Spendenbrief mit beigelegten Geldscheinen, den er vor der Veröffentlichung des betreffenden Hefts erhalten haben soll. Der Brief wurde bei einer Hausdurchsuchung vor vier Jahren entdeckt. Dieser Spendenbrief gilt als erster Hinweis auf die Existenz einer Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte eingeräumt, das Heft von seinem V-Mann „Corelli“ erhalten zu haben. Die Behörden machen dennoch geltend, sie hätten erst mit dem Auffliegen des NSU im November 2011 von seiner Existenz erfahren.

Als einzige Überlebende dieser Gruppierung steht Beate Zschäpe derzeit vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaft an zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden und zwei Sprengstoffanschlägen vor, die ihre mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verübt haben sollen.

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