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MV aktuell Nach Mord an Neustrelitzerin: Prozess verzögert sich
Nachrichten MV aktuell Nach Mord an Neustrelitzerin: Prozess verzögert sich
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16:14 14.01.2019
Der wegen zweifachen Mordes Angeklagte (r.) aus dem westafrikanischen Niger hält sich im Landgericht Hamburg einen Aktenordner vor das Gesicht. Ihm wird vorgeworfen, im April 2018 seine Ex-Partnerin und die gemeinsame einjährige Tochter am Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg erstochen zu haben. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Hamburg

Im Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Mutter und ihre Tochter an der Hamburger S-Bahnstation Jungfernstieg hat die Verteidigung erneut einen Befangenheitsantrag gegen den psychiatrischen Gutachter gestellt. Es bestehe Zweifel an seiner Sachkenntnis, erklärte der Anwalt des 34 Jahre alten Angeklagten am Montag im Hamburger Landgericht. Die Verhandlung wird am 21. Januar fortgesetzt. Der 34-Jährige aus dem westafrikanischen Niger hatte zum Prozessauftakt gestanden, seine Ex-Partnerin und die gemeinsame einjährige Tochter am 12. April 2018 vor den Augen zahlreicher Passanten mit einem Messer getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Hintergrund der Bluttat ein Sorgerechtsstreit mit der ursprünglich aus Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stammenden Frau war, die noch vier weiter Kinder mit anderen Männern hat.

Stephanie Lettgen