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Nach spektakulärer Flucht: Vier Jahre Haft für Autodieb

Neubrandenburg Nach spektakulärer Flucht: Vier Jahre Haft für Autodieb

Für eine spektakuläre Flucht mit zwei verletzten Polizisten, einer gestohlenen Dienstwaffe, Hubschraubern und drei demolierten Wagen muss ein Autodieb jetzt vier Jahre hinter Gitter.

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Der 41-jährige Angeklagte aus Polen (r.) wird von einem Justizbeamten zu einem Vorgespräch geführt.

Quelle: Bernd Wüstneck

Neubrandenburg. Das Landgericht Neubrandenburg sprach den Polen gestern des Diebstahls, der gefährlichen Körperverletzung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte für schuldig.

Der Vorwurf, die Autos mit Waffengewalt geraubt zu haben, wurde zugunsten einer „unbefugten Benutzung zu Fluchtzwecken“ fallen gelassen. So war das Urteil milder als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Ankläger Tim Wischmann hatte sechs Jahre Haft verlangt, die Verteidigung für eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten plädiert. Der Angeklagte hatte den Vorfall vom September 2012 gestanden und sich bei allen Opfern entschuldigt.

Der Autodieb hatte mit einem Komplizen nachts zwei Wagen von der Straße und einem Hof in Stralsund gestohlen. Sie stellten die Autos im Wert von 26 000

Euro in Grenznähe ab, wo sie vermutlich abgeholt werden sollten. Als eine Polizeistreife die Männer am Morgen des 21. September bei Ahlbeck kontrollieren wollte, schlug der 41-Jährige die Beamten nieder und stahl eine Dienstwaffe und den Streifenwagen. Ein Polizist erlitt mehrere Rippenbrüche, der zweite Beamte Kopfwunden.

Einen zweiten Polizeiwagen, der den Dieb stoppen wollte, rammte er und floh. Nach einem Unfall warf er die Waffe weg und raubte einem Förster ein Fahrzeug, das er später leicht demoliert bei Ueckermünde stehenließ. Ein Großaufgebot von Polizisten suchte das Waldgebiet stundenlang ab, auch mit Hubschraubern. Der Flüchtige konnte schließlich gefasst werden. Sein Komplize, der sich gleich der Polizei gestellt hatte, wurde bereits im Vorfeld zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Das Urteil gegen den 41-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig. „Der Haftbefehl bleibt auch in Kraft, wegen Fluchtgefahr“, erklärte Richter Klaus Kabisch.

OZ

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