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Nachbarin vergewaltigt: 50-Jähriger verurteilt

Schwerin Nachbarin vergewaltigt: 50-Jähriger verurteilt

Für die Vergewaltigung seiner Nachbarin hat das Landgericht Schwerin gestern Axel S. (50) aus Plate zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt.

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Axel S. (l.) wurde gestern zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Quelle: C. Kettler

Schwerin. Für die Vergewaltigung seiner Nachbarin hat das Landgericht Schwerin gestern Axel S. (50) aus Plate zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der aus der Nähe von Schwerin stammende Mann sich Anfang des Jahres Zugang zum Haus seiner alleinstehenden Nachbarin verschafft und sie dort mit einem Messer bedroht. Er hatte im Prozessverlauf gestanden, sich an der Frau vergangen zu haben, aber den Einsatz des Messers stets abgestritten. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft gefordert, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Prozess war zu großen Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden. Die vergewaltigte Frau, die Nebenklägerin und Zeugin im Prozess war, könne mit dem Urteil gut leben, sagte ihre Rechtsanwältin im Anschluss an die Urteilsverkündung. Ihre Mandantin sei seit der Vergewaltigung krankgeschrieben und leide noch immer unter den psychischen Folgen der Tat. Sie war rund fünf Stunden in der Hauptverhandlung vernommen und als glaubwürdig eingeschätzt worden. Das Gericht hatte sich in der Urteilsbegründung zudem auf DNA-Spuren gestützt, die am Messer gefunden wurden.

Der nun verurteilte Täter ist nicht vorbestraft. Er hatte sich in seinem letzten Wort bei dem Opfer entschuldigt. Die Anklage hatte ihm zu Prozessbeginn im Juli versuchte Vergewaltigung im besonders schweren Fall, sexuelle Nötigung und Körperverletzung zur Last gelegt. Einem Gutachter zufolge ist er voll schuldfähig.

Die 3. Große Strafkammer, die das Urteil sprach, war in die Kritik geraten, weil sie den Angeklagten zwischenzeitlich von der Untersuchungshaft verschont hatte. Das Oberlandesgericht in Rostock hatte diese Entscheidung jedoch widerrufen. Ein Befangenheitsantrag der Nebenklage gegen die Kammer war abgewehrt worden.

 

OZ

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