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Nachwuchs-Politiker fordern: Caffier soll zurücktreten

Stralsund/Rostock Nachwuchs-Politiker fordern: Caffier soll zurücktreten

Junge Union Vorpommern-Rügen will personellen Neuanfang / Ortsverein auf Usedom vor der Auflösung

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Georg Günther von der Jungen Union

Quelle: Yusuf Rieger

Stralsund/Rostock. Dicke Luft bei der Union: In der CDU wächst eine Woche nach dem schlechten Abschneiden bei der Landtagswahl die Kritik an der Landesspitze. Die Junge Union Vorpommern-Rügen fordert den Rücktritt des Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Lorenz Caffier. Auf der Insel Usedom droht ein Ortsverein mit seiner Auflösung – als Protest gegen ein „Weiter so“

der Landespartei nach der Wahlschlappe.

„Wir brauchen einen personellen Neuanfang“, sagt Georg Günther, JU-Kreischef in Vorpommern-Rügen. Mit 93 Mitgliedern zählt der CDU-Nachwuchsverband zu den größeren im Land. Er habe eigentlich erwartet, dass Caffier von sich aus die Konsequenzen nach der zweiten verlorenen Wahl in Folge ziehen würde. Bereits bei der Landtagswahl 2011 hatte die Union viele Stimmen verloren. „Jetzt ist der Abstand zur SPD noch größer geworden“, meint der Nachwuchs-Politiker. Bundespolitische Themen könnten nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Union wieder mehr als zehn Prozentpunkte hinter der SPD liegt. Die Mitglieder seines Kreisverbandes verlangten ein „deutliches Signal“, so Günther. Zudem müsse die Landesgeschäftsstelle personell umgebaut werden.

Auf der Insel Usedom, wo die Union besonders viele Stimmen verlor, liegen an der CDU-Basis die Nerven blank. Eine komplette Ortsgruppe plant die Auflösung, der Vorsitzende will seine Parteimitgliedschaft ruhen lassen. Anlass sei die „Scheiß-Politik“ der vergangenen Jahre der Schweriner Landesregierung, sagt der Ortsgruppenleiter. Themen wie die Kreisgebiets- und Gerichtsreform sowie die Teilschließung des Wolgaster Krankenhauses hätten die Wahl entschieden – und nicht die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel. Dass die Landesspitze nach dem Debakel so weitermache, als wäre nichts geschehen, sei ein Unding. In dieser Woche will die Ortsgruppe bekanntgeben, ob sie noch weitermacht. Bereits vor einigen Tagen hatte der Anklamer CDU-Stadtvertreter Bernd Wieczorkowski den Rücktritt von Lorenz Caffier gefordert. „Es kann nicht sein, dass in Schwerin bereits wieder Posten verteilt werden, als wäre nichts passiert“, sagte er.

gkw

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