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Neue Röntgentechnik für Rostocker Unimedizin

Rostock Neue Röntgentechnik für Rostocker Unimedizin

Mehrere neuartige Röntgengeräte wurden von der Universitätsmedizin Rostock jetzt in Betrieb genommen. Im Röntgenbereich der Kinderklinik wurde gestern eine Großanlage eingeweiht.

Rostock. Mehrere neuartige Röntgengeräte wurden von der Universitätsmedizin Rostock jetzt in Betrieb genommen. Im Röntgenbereich der Kinderklinik wurde gestern eine Großanlage eingeweiht.

„Wir haben lange darum gekämpft“, berichtet Prof. Dr. Karlheinz Hauenstein, Direktor des Instituts für Radiologie. Die Röntgenstrahlendosis konnte auf ein Drittel der vorigen Dosis reduziert werden, und die neue Technik bietet zudem besseren Komfort für die Patienten und Mitarbeiter. „Besonders Neugeborene und Kleinkinder sind anfällig gegenüber der Strahlungsanwendung“, so Hauenstein. Durch das hohe Aufkommen von blutbildendem Knochenmark bei Kindern könne die hohe Strahlendosis das Risiko für die Entstehung bösartiger Mutationen erhöhen. Gerade bei der Lunge und den Knochen sei aber die Röntgenaufnahme unabdinglich – etwa bei einem akuten Verdacht auf Lungenentzündungen oder Knochenmetastasen. Oft trägt die Untersuchung auch zur Beweisfindung oder Entlastung der Eltern bei Verdacht auf Kindesmisshandlungen bei. „Bei Kindern unter zwei Jahren wird dann grundsätzlich das gesamte Skelett des Kindes abgelichtet“, sagt Hauenstein. Zwischen 3000 und 4000 Röntgenuntersuchungen werden jährlich in der Kinderradiologie durchgeführt.

Installiert wurde die neue Großanlage von der Firma Fujifilm.„Die Qualität der Aufnahmen übertrifft alles Vorherige“, berichtet Dr. Ulf Prüter, Oberarzt der Kinderchirurgie, erfreut. Die Klinik sei mit dem Gerät nun auf dem neuesten Stand der Technik. „Das gibt es nicht überall“, ergänzt stolz Prof. Dr. Michael Radke, Chef der Kinderklinik.

Die innovative Technik erleichtert zudem die Arbeit. Die neuen Bilddetektoren sind in allen Kliniken einsetzbar und austauschbar und können bis zu 100 Bilder speichern. „Schön, dass jetzt alles unter einem Dach ist“, sagt Radke.

Obwohl die Angst vor den möglichen Risiken sehr hoch sei, könne man die Eltern und Patienten beruhigen: „Die Strahlenbelastung ist weitaus geringer als bei einem zweistündigen Flug nach Mallorca“, so Radke.

juf

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